„Chance für neue Jobs“

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RolfBilstein

Hann. Münden. Die Städtische Wirtschaftsförderung macht sich für ein Schwergutterminal an der Weser in Hann. Münden stark.

Mit dem geplanten Terminal bestehe die Möglichkeit, schwere Güter in Münden zu montieren und aufs Güterschiff zu verladen. Darauf weist der Geschäftsführer der Städtischen Wirtschaftsförderung, Rolf Bilstein, im Gespräch mit der HNA hin.

Teile, die die Firma Alstom Power Energy Recovery im Sultanat Oman zu Synthesegaskühlern zusammenbauen lässt, könnten künftig am Weserpark montiert und von hier per Schiff nach Übersee transportiert werden. Bilstein: „Qualifizierte Arbeitsplätze könnten hier in Münden geschaffen werden und Aufträge in Deutschland bleiben.“

Der vorgeschlagene Standort am Weserpark sei nicht endgültig festgezurrt, daher halte er die von CDU und Bürgerforum beantragte Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses für verfrüht. Die Sitzung findet am 7. Mai statt.

Um Politik und Verwaltung Hintergrund zu vermitteln, hatte die WWS am Mittwochnachmittag zu einer nichtöffentlichen Informationsveranstaltung eingeladen. Der Geschäftsführer der Consultingfirma Railistics GmbH, Dr. Joachim Koch, berichtete über die Zukunft der Oberweser und über den Planungsstand zum Projekt Schwergutterminal Hann. Münden, teilte Rolf Bilstein.

Der WWS sei bekannt, dass für das städtische Grundstück am Weserpark - ein früheres Bundeswehrgelände - noch kein Bauplanungsrecht besteht. Das Planungsrecht könne aber geschaffen werden, selbstverständlich unter Beachtung der Richtlinien des Hochwasserschutzes, betont Bilstein. Das bedeutet: Für den Bau der Halle, die auf Betonpfähle gesetzt werden könnte, würde an anderer Stelle eine Ausgleichsfläche geschaffen. werden. Die WWS habe das Bauamt informiert und sei ebenso mit der Unteren Wasserbehörde im Gespräch. Bilstein: „Wir suchen Wege, um das Schwergutterminal möglich zu machen, nicht, um es zu verhindern.“

Entscheidend sei zunächst, ob öffentliche Zuschüsse für das Vorhaben bewilligt werden. Parallel dazu müsse geklärt werden, ob der Bund den beteiligten Firmen und dem Investor die Garantie gibt, dass die Oberweser dauerhaft bewirtschaftet wird. Diese Zusage sei nötig, sonst gebe es für die Wirtschaft keine Planungssicherheit. Unabhängig davon habe die WWS gemeinsam mit dem Investor und den Partnern der Interessengemeinschaft Oberweser Vorarbeit geleistet.

Der Besuch von Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies, der auf Initiative des Landtagsabgeordneten Schminke zustandekam, habe dazu gedient, die Landesregierung für das Vorhaben zu gewinnen. Lies habe seine Unterstützung zugesagt und erklärt, dass er im Mai mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt über das Projekt reden will und darüber, ob der Bund bereit ist, die Oberweser weiterhin so zu pflegen, dass Güterschifffahrt betrieben werden kann. (kri) Archivfoto: Burkhardt

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