Der Second-Hand-Mann

Landwehrhagen: Comedian Carsten Höfer erklärte die Vorteile "gebrauchter" Männer

+
Comedian Carsten Höfer könnte auch Paartherapeut sein, mit ihm wären die Sitzungen sicher immer unterhaltsam – so wie seine Show in Landwehrhagen.

 „Second Hand Mann – gebrauchte Männer lieben besser“ heißt das Programm von Carsten Höfer, mit dem er kürzlich in Landwehrhagen zu Gast war.

Bereits zum zweiten Mal stand der Kabarettist aus dem Münsterland in Landwehrhagen auf der Bühne: „Ihr habt hier eine schöne Gegend, vor allem viel Gegend“, so Carsten Höfer zum Einstieg, der sich besonders darüber freute, dass die erste Reihe, unter Comedians auch „Panikreihe“ genannt, wie Höfer erzählte, voll besetzt war.

In seinem Programm ging es um gebrauchte Männer und deren Vorteile: „Mit gebrauchten Männern, könnt ihr direkt Vollgas geben, die müssen nicht erst eingefahren werden“, so Höfer. Vielleicht sei zwar hier und da ein bisschen der Lack ab oder die Haare, dafür hätten sie ihre Fehler bereits bei der Vorbesitzerin gemacht. 

Die einzig mögliche Steigerung zum einfachen Second Hand Mann, sei der staatlich geprüfte Second Hand Mann: „Der besitzt eine Scheidungsurkunde und Urkunden bekommt man bekanntlich ja nur für herausragende Leistungen“, erklärte der Comedian.

Ein Kabarett-Programm mitten aus dem Leben 

Aus eigener Erfahrung wisse er, dass es weniger Zeit, Geld und Nerven koste, ein Universitätsstudium abzuschließen als staatlich geprüfter Second Hand Mann zu werden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Zuschauer am Donnerstagabend bereits reichlich gelacht und immer wieder zustimmend mit den Köpfen genickt. 

Das Programm von Carsten Höfer scheint mitten aus dem Leben gegriffen zu sein. Besonders aber als er anfing, über Schwierigkeiten zwischen Männern und Frauen zu sprechen und dabei besonders einen ganz heiklen Punkt, nämlich den alljährlich wiederkehrenden Geburtstag, in den Mittelpunkt rückte, wurden sowohl die Männer als auch die Frauen im Publikum noch aufmerksamer.

Welche Fehler Männer auf keinen Fall machen dürfen

Carsten Höfer hatte für beide Seiten die ultimativen Tipps parat, wie man richtig schenkt, welche Fehler vor allem Mann auf keinen Fall machen darf, wie versteckte Hinweise zum richtigen Geschenk bei Frauen führen können und wie Frau erkennt was Mann sich wünscht: „Er sagt es einfach“, so Carsten Höfer.

Comedian Carsten Höfer 

 „Wenn der Mann drei Wochen vor seinem Geburtstag beim Bummel durch den Elektronikfachmarkt sagt, er wünscht sich einen Blue-Ray-Player, heißt das, er wünscht sich eine Blue-Ray-Player“, erklärte Höfer den Frauen im Publikum. 

Dabei sei es egal, ob damit die Überraschung hin sei oder das Geschenk unpersönlich ist, in jedem Fall ist es das richtige Geschenk, wobei eigentlich alles mit einem Stecker dran nicht verkehrt sei.

Ein lustiges Parterschaftsseminar 

Bei Frauen hingegen würde sich das schwieriger gestalten: „Alles mit einem Stecker dran ist brandgefährlich“, warnte Höfer die Männer und erklärte ihnen, wie sie bei Frauen die versteckten Hinweise, nicht nur drei Wochen vor dem Geburtstag, sondern das ganze Jahr über finden und diese Brotkrumen in das Geschenkeoptionskörbchen legen.

Ein bisschen ist die Show von Carsten Höfer wie ein Partnerschaftsseminar in lustig, und die Reaktionen aus dem Publikum zeigten deutlich, dass er mit wirklich allem, was er auf der Bühne zu sagen hatte, goldrichtig lag, eben ein staatlich geprüfter Second Hand Mann ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.