Corona-Impfung

Landkreis Götingen: Ladenhüter Astrazeneca? Akzeptanz liegt nicht mehr bei 100 Prozent

Corona-Impfung von Astrazeneca: Bachelor-Star aus Kassel hat sie bereits erhalten. (Symbolbild)
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Corona-Impfung von Astrazeneca: Der Impfstoff hat eine Image-Problem. (Symbolbild)

Astrazeneca hatte einen schweren Start. Viele Menschen sind verunsichert. Doch wie sieht es im Landkreis Göttingen aus? Wir haben nachgefragt

Landkreis Götingen – Das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca, das mittlerweile unter dem Namen Vaxzevria firmiert, war von Anfang an umstritten. Zunächst gab es von der ständigen Impfkommission (Stiko) keine Empfehlung für Menschen über 65 Jahren. Die Begründung damals: fehlende Daten für diese Altersgruppe.

Akzeptanz von Corona-Impfstoff nicht mehr bei 100 Prozent

Nach dem Auftreten von Hirnvenenthrombosen insbesondere bei jüngeren Frauen wurden Impfungen mit dem Vakzin zunächst ausgesetzt. Mittlerweile wird der Impfstoff von der Stiko für Menschen über 60 Jahren empfohlen. Das sorgt offenbar auch im Landkreis Göttingen für Vertrauensverluste. Von einem Ladenhüter will die Kreisverwaltung aber noch nicht sprechen:

„Grundsätzlich gibt es aktuell keine Probleme die verfügbaren Dosen von Vaxzevria zu verimpfen. Wir stellen aber fest, dass die Akzeptanz bei den Personen, die mit Vaxzevria geimpft werden dürfen, nicht mehr bei 100 Prozent liegt und wir somit bei den vorgeplanten Impfterminen mit nicht verimpften Dosen rechnen müssen“, teilte eine Kreissprecherin auf HNA-Anfrage mit.

Der Landkreis betreibe jedoch keine Lagerhaltung der Impfstoffe. „Alle hier lagernden Impfstoffe sind mit entsprechenden Terminangeboten belegt und verplant“, hieß es. Die nicht verimpften Dosen würden aber umgehend wieder verplant und andere Menschen erhielten dann ein Impfangebot mit Vaxzevria, so der Landkreis weiter.

Landkreis Göttingen: Wahl des Impfstoffs nicht möglich

Gleichzeitig sei eine freie Wahl des Impfstoffes nicht möglich: „Die Impfteams, insbesondere die Impfärzte, führen entsprechende Aufklärungsgespräche. Es gibt aber keine freie Impfstoffwahl, sodass wir Personen, die nicht mit Vaxzevria geimpft werden wollen, nicht ad hoc andere Impfstoffe anbieten können“, stellte der Landkreis klar.

Für das Impfzentrum der Stadt Göttingen an der Siekhöhe seien Absagen von Impfterminen mit Astrazeneca nicht im nennenswerten Umfang bekannt, teilte Sprecher Dominik Kimyon auf HNA-Anfrage mit. Ungenutzte oder nicht abgerufene Impfstoffe seien bei der Stadt kein Thema. Bis zum gestrigen Freitag wurden 44 662 Impfungen vom Landkreis vorgenommen. 32 098 Menschen erhielten bis dahin eine Erst- und 12 564 eine Zweitimpfung, teilte der Landkreis mit. Bis Donnerstag seien 9533 Dosen Astrazeneca (Vaxzeriva), 32 537 Dosen Biontech (Comirnaty) und 2711 Dosen von Moderna verabreicht worden. (Thomas Schlenz)

Mobile Impfteams in Hann. Münde und Staufenberg

In Hann. Münden und Staufenberg werden wieder mobile Impfteams im Einsatz sein. Auch Menschen aus der Samtgemeinde Dransfeld können sich dann in Hann. Münden impfen lassen.

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