Gefährliches Virus

Dransfeld: Massentest auf Corona im Altenheim

 Proben für Corona-Tests werden im Diagnosticum-Labor in Plauen für die weitere Untersuchung vorbereitet.
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Bei einem Massentest in einem Dransfelder Seniorenheim ist eine Bewohnerin positiv getestet worden.

In einem Seniorenheim in Dransfeld ist eine Bewohnerin positiv auf das gefährliche Coronavirus getestet worden.

Die Frau liegt im Krankenhaus, sie muss aber nicht beatmet werden. Das teilt Sven Tilch, Geschäftsführer der Einrichtung in Dransfeld gegenüber unserer Zeitung mit. Die Pflegeeinrichtung in Dransfeld habe daraufhin sofort reagiert: Insgesamt seien bei einem Massentest alle Bewohner, Mitarbeiter und weitere Kontaktpersonen auf das gefährliche Coronavirus getestet worden, 127 an der Zahl. Das Ergebnis der Corona-Tests in Dransfeld: alle negativ.

Heimbetreiber Tilch in Dransfeld betont: Haben schnell gegen das Coronavirus gehandelt

„Wir haben so schnell gehandelt wie möglich, denn bei der Infektion ist Geschwindigkeit entscheidend“, betont Tilch. Die Bewohner der Einrichtung in Dransfeld seien sofort nach dem Bekanntwerden der Infektion mit dem Coronavirus unter Quarantäne gestellt worden. 13 Mitarbeiter, die möglicherweise Kontakt mit der Coronavirus-Infizierten gehabt hätten, seien sofort in Heimquarantäne geschickt worden. Die Arbeit in Dransfeld werde nun zum Teil von Personal aus anderen Häusern übernommen.

Alle Mitarbeiter in Dransfeld mit Schutzausrüstung gegen das Coronavirus

Zudem seien alle Mitarbeiter des Pflegeheims in Dransfeld mit ausreichend Schutzanzügen und FFP-2-Masken ausgestattet, so Tilch weiter. Besonders lobenswert sei die gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und den Behörden. „Bei einem Infektionsfall muss sofort gehandelt werden, da sich die Erkrankung sonst explosionsartig ausbreiten kann, wie Fälle in der Vergangenheit zeigen“, betont Tilch. Dann könne es sehr schnell zu einem Dominoeffekt kommen, bei dem man nicht mehr wisse, wo die „Brandmauer“ aufgestellt werden müsse.

Infektion mit Corona könnte durch Lockerungen in Heim in Dransfeld im Landkreis Göttingen gekommen sein

Er vermute, dass die Infektion mit dem Coronavirus infolge der Lockerungen bei den Besuchsregelungen in das Heim in Dransfeld eingeschleppt worden sein könnte. Es zeige sich aber, dass die Vorsorgemaßnahmen gegen das Coronavirus, wie die rechtzeitige Bestellung von Schutzausrüstung bereits Ende Januar, nun griffen. Zudem seien alle Angehörigen der Bewohner des Heims in Dransfeld informiert worden.

Corona: Angehörige der Heimbewohner in Dransfeld zeigen Verständnis

Deren bisherigen Rückmeldungen der Angehörigen der Bewohner des Heims in Dransfeld zeigten, dass sie viel Verständnis für das Vorgehen hätten und dem Personal den Rücken stärkten, so Tilch. Unterdessen hat sich die Landesaufnahmebehörde Friedland zu einem neuen Corona-Hotspot entwickelt. 49 Personen wurden dort positiv auf das Virus getestet.

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