Kirchengemeinde St. Martini

Dransfeld: Adventskalender für die Tafel in Hann. Münden mal anders

Kistenweise Spenden: Pastorin Almuth Wiesenfeldt mit den 60 Behältern, die am Mittwoch an ihre Empfänger verteilt wurden.
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Kistenweise Spenden: Pastorin Almuth Wiesenfeldt mit den 60 Behältern, die am Mittwoch an ihre Empfänger verteilt wurden.

Eine tolle Aktion für die Menschen, die auf die Hilfe der Tafel angewiesen sind, gab es aus Dransfeld. Es wurde ein „umgekehrter Adventskalender“ organisiert.

Dransfeld – Einen Erfolg feierte die Dransfelder Kirchengemeinde St. Martini mit der zweiten Auflage ihres „umgekehrten Adventskalenders“: 60 mit haltbaren Lebensmitteln und kleinen Geschenken gefüllte Kisten konnten an die Mündener Tafel übergeben werden, die sie am Mittwoch an ihre Kunden verteilte.

Dransfeld: Aktion für die Tafel in Hann. Münden

Die Idee hinter der Aktion, die im Vorjahr ihre Premiere gefeiert und schon damals gut angenommen worden war: Jede Familie, die daran teilnimmt, legt in der Zeit von 1. bis zum 24. Dezember jeden Tag etwas in die von der Mündener Tafel zur Verfügung gestellte Kiste. „Anders als im Vorjahr hatte die Mündener Tafel diesmal bereits im Vorfeld kleine Steckbriefe an die zuvor ausgewählten Empfänger der Kisten verteilt, auf denen sie etwas über sich preisgeben konnten – etwa, wie groß die Familie ist oder ob es dort Haustiere gibt“, sagt Pastorin Almuth Wiesenfeldt von der St. Martini-Gemeinde, die seinerzeit die Idee zu der Aktion hatte.

So hätten die Spender eine bessere Möglichkeit gehabt, Dinge auszuwählen, die auch wirklich benötigt werden. „Neben haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln hat eine Familie beispielsweise einen Karton mit Heu für die Kaninchen der Empfängerfamilie gefüllt und zur Spendenkiste dazugestellt“, berichtete Wiesenfeldt. „Ich bin wirklich überwältigt, dass so viele Menschen derart großzügig gespendet haben“, sagte die Pastorin. Hatte sie im vergangenen Jahr, als das Thema Corona noch relativ jung war und man das Gefühl hatte, dass die Menschen, denen es trotz allem gut geht, dies auch mit anderen teilen wollten, noch damit gerechnet, habe man im zweiten Corona-Jahr nicht davon ausgehen können.

„Schließlich sind die Menschen nach so langer Pandemie deutlich gefrusteter“

„Schließlich sind die Menschen nach so langer Pandemie deutlich gefrusteter“, so Wiesenfeldt. Umso erfreulicher sei es daher, dass die Aktion wieder so gut angenommen wurde. Der Dank der Dransfelder Pastorin ging nicht nur an die vielen Spender, sondern auch an Barbara Jankowski, die Leiterin der Kirchen-Sozialarbeit bei der Diakonie Münden, die wie schon im Vorjahr den Kontakt zu den bedürftigen Empfängern hergestellt hatte.

„Ohne sie und ohne die freiwilligen Helfer der Mündener Tafel wäre diese Aktion gar nicht möglich“, so Wiesenfeldt. (Per Schröter)

In Hann. Münden beteiligten sich Schüler des Gymnasiums an einer Spendenaktion für die Tafel.

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