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Dransfeld: Aktion „Achtung Auto“ macht Station an Schule

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Von: Per Schröter

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Bei diesem Versuch konnten die Sechstklässler am eigenen Leib erfahren, wie lange sie in vollem Lauf zum Reagieren und Anhalten brauchten, nachdem Verkehrssicherheitstrainer Bodo Sperlich (hinten mit Kappe) seine Flagge gesenkt hatte.
Bei diesem Versuch konnten die Sechstklässler am eigenen Leib erfahren, wie lange sie in vollem Lauf zum Reagieren und Anhalten brauchten, nachdem Verkehrssicherheitstrainer Bodo Sperlich (hinten mit Kappe) seine Flagge gesenkt hatte. © Per Schröter

Die Aktion „Achtung Auto“ machte Station an der Hoher-Hagen-Schule in Dransfeld. „Was denkt Ihr, welche Strecke legt ein Auto in einer Sekunde zurück, wenn es mit 30 Stundenkilometern unterwegs ist?“, war eine der Fragen an die Schüler

Dransfeld – Mit der Aktion „Achtung Auto“ will der Allgemeine Deutsche Automobil Club (ADAC) zusammen mit der Polizei Schüler für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren. Vor Kurzem waren die Sechstklässler der Hoher-Hagen-Schule in Dransfeld an der Reihe.

Dransfeld: Aktion von ADAC und Polizei an Schule zu Gast

„Was denkt Ihr, welche Strecke legt ein Auto in einer Sekunde zurück, wenn es mit 30 Stundenkilometern unterwegs ist?“, fragt Bodo Sperlich in die Runde und fordert die Schüler auf, den vermuteten Bremsweg zu markieren. Was dabei heraus kommt, ist erschreckend. Würden sie bei einer tatsächlichen Vollbremsung an ihrer Markierung stehen, wären die meisten Teilnehmer tot und die anderen zumindest verletzt. Dass der tatsächliche Anhalteweg (Reaktionszeit plus Bremsweg) bei einer derart geringen Geschwindigkeit immer noch fast 14 Meter beträgt, hatte tatsächlich keiner der Schüler erwartet.

„Solche Schätzungen von Kindern in diesem Alter sind ziemlich normal“, sagt Mario Spangenberg, Kontaktbeamter der Polizei Hann. Münden, die die Aktion „Achtung Auto“ begleitet. Und genau das zeige immer wieder, wie schwer es die Kinder hätten, Geschwindigkeiten sowie Fahr- und Bremswege von Kraftfahrzeugen einzuschätzen.

Zwei Schulstunden Verkehrserziehung für Schüler

In jeweils zwei Schulstunden bekamen die beiden sechsten Klassen deshalb Gelegenheit, reale Verkehrssituationen handlungsorientiert zu erleben. Durch praktische Übungen und Demonstrationen erlebten sie den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg. „Dadurch können sie anschließend den Anhalteweg von Fahrzeugen besser einschätzen“, sagte Bodo Sperlich.

Als Mitfahrer in einem Auto lernten die Teilnehmer darüber hinaus bei einer Vollbremsung die lebensrettende Bedeutung von Sicherheitsgurten kennen. Eine Erfahrung, die ihnen in Zukunft hoffentlich zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr verhelfen wird. (Per Schröter)

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