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Bühren: Räume für die Feste im Ort dringend gesucht

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Von: Per Schröter

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Geht es nach dem Gemeinderat und dem Verein „Bühren vereint“, sollen durch einen Anbau am Sporthaus neue Gemeinschaftsräume entstehen.
Geht es nach dem Gemeinderat und dem Verein „Bühren vereint“, sollen durch einen Anbau am Sporthaus neue Gemeinschaftsräume entstehen. © Per Schröter

Das Sporthaus in Bühren soll für Veranstaltungen genutzt werden. Räumlichkeiten dafür fehlen nämlich. Auf Unterstützung der Dorfgemeinschaft wird gehofft

Bühren – Fehlende Gemeinschaftsräumlichkeiten führen in Bühren (Samtgemeinde Dransfeld) schon seit Längerem dazu, dass im Dorf keine größeren Feiern abgehalten werden können. Auch müssen die Gemeinderatssitzungen nach Ellershausen verlagert werden. Im dortigen Dorfgemeinschaftshaus beschäftigte sich der Rat mit genau diesem Thema.

Bühren: Räume für die Dorfgemeinschaft fehlen

„Der ursprüngliche Plan war es, die ehemalige Gaststätte Goldener Stern zu kaufen und diese dann so umzugestalten, dass sie für die Allgemeinheit genutzt werden kann“, sagte Bürgermeister Christoph Witzke (Gemeinsame Liste Bühren/GLB). Diesen Plan habe der 2019 gegründete Verein „Bühren vereint“, dessen erklärtes Ziel es ist, die Zukunft des Ortes positiv zu gestalten und der als Projektträger eine Genossenschaft gründen wollte, aufgeben müssen. Der Grund: Das Gebäude war am Ende zu teuer. „Nachdem feststand, dass es im Dorf keine weiteren geeigneten Immobilien und auch keine Flächen gibt, auf denen Gemeinschaftsräumlichkeiten entstehen könnten, haben wir uns zusammen mit dem Verein die gemeindeeigenen Grundstücke angeschaut“, sagte Witzke. Dabei hätten sich sowohl der Sportplatz als auch das Gelände am Festplatz im Teich als „möglicherweise geeignet“ erwiesen.

Idee: Sporthaus soll umgerüstet werden

Weil man am Festplatz ein ganz neues Gebäude errichten und dabei auch die erforderlichen Anschlüsse neu legen müsste, bevorzuge man aktuell eher einen Anbau an das bestehende Sporthaus des TSV Guts Muths Bühren auf dem Sportplatzgelände.

„Das ist deutlich nachhaltiger und auch schneller umsetzbar“, sagte Waltraud Bruch-Krumbein, Vorsitzende von „Bühren vereint“, die den zahlreichen anwesenden Bürgern die Pläne präsentierte.

Diese sehen vor, Räumlichkeiten für Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen zu schaffen. Darüber hinaus soll es eine Küche, sanitäre Einrichtungen und – wenn möglich – einen Schießstand geben. „Es ist klar, dass wir das als Verein ebenso wenig alleine schaffen können wie die Gemeinde“, sagte Bruch-Krumbein.

Da man auf Unterstützung aus dem Dorf angewiesen sei, sei für das kommende Frühjahr eine Dorfversammlung geplant, „bei der sich dann hoffentlich mehr Bürger beteiligen als bei der letzten Versammlung zu diesem Thema“. Ratsmitglied Dr. Jörg Rösing (GLB), der das Thema auf die Tagesordnung gebracht hatte, äußerte Bedenken: „Generell bin ich der Meinung, dass wir dringend neue Gemeinderäumlichkeiten benötigen, aber bei einem möglichen Anbau an das Sporthaus ergeben sich gleich mehrere Fragezeichen“, sagte er. Zum einen sehe er keine Möglichkeit, Parkmöglichkeiten für 100 Personen zu schaffen, zum anderen stelle sich die Frage, welche Folgekosten entstehen und wer diese dann zahlt. „Ich halte es für wichtig, zunächst die Machbarkeit zu prüfen“, sagte Rösing. „Wenn wir einen Gemeinschaftsraum für Bühren wollen, brauchen wir eine positive Grundstimmung“, hielt Bürgermeister Witzke dagegen. Es könne einfach nicht sein, dass immer wieder Bedenken geäußert würden, aber keine konkreten Gegenvorschläge gemacht würden.

„Ich würde mir jedoch wünschen, dass sich auch die Vereine und die Bürger an dem Projekt beteiligen“

„Dass wir einen neuen Raum brauchen, sehen wir ja jedes Mal, wenn wir hier in Ellershausen unsere Ratssitzung abhalten“, sagte Darius Bührmann (GLB). Auch die übrigen Ratsmitglieder bekundeten diesbezüglich ihre Einigkeit. „Ich würde mir jedoch wünschen, dass sich auch die Vereine und die Bürger an dem Projekt beteiligen – sowohl durch persönliches Engagement als auch finanziell“, meinte Dr. Jörg Rösing. (Per Schröter)

Auch in Jühnde gibt es Probleme für die Dorfgemeinschaft: Dort kann die Spielmann-Halle bald nicht mehr von mehr 200 Menschen gleichzeitig genutzt werden. Grund sind Brandschutzbestimmungen.

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