Schätze im Museum

1785: Eine Reise durch die Geschichte von Scheden

Detailgenaue Arbeit: Das Modell von Kirsten Lück zeigt Nieder- und Oberscheden im Jahr 1785.
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Detailgenaue Arbeit: Das Modell von Kirsten Lück zeigt Nieder- und Oberscheden im Jahr 1785.

Zu einer Zeitreise lädt Marianne Beuermanns Heimatmuseum in Oberscheden ein. Ein besonderer Hingucker: Ein Modell, das Nieder- und Oberscheden im Jahr 1785 zeigt. Kirsten Lück hat es angefertigt und gestiftet.

Scheden – Marianne Beuermanns Heimatmuseum in Oberscheden besteht seit 20 Jahren. Ein Hingucker, den es seit einigen Jahren dort gibt, ist das Modell, das Nieder- und Oberscheden im Jahr 1785 zeigt. Kirsten Lück hat es angefertigt und gestiftet.

„Es wurde zum 30-jährigen Bestehen des Heimat- und Geschichtsvereins Scheden das erste Mal am 18. September 2016 der Öffentlichkeit präsentiert“, berichtet die Architektin. Zwischen 2009 und 2016 hat sie immer wieder ihre Freizeit genutzt, um es herzustellen. „Wichtig war mir die Darstellung der Entwicklung des Straßen- und Wegenetzes in und um Scheden, vor allem die Entstehung der überregional bekannten Schedener Kurven“, erläutert sie.

Mit wie viel Sorgfalt und Liebe zum Detail

Als Grundlage für die Darstellung der Hügel und Senken des Geländes diente die topografische Karte des Deutschen Reiches im Maßstab 1:25 000, die 1880 herausgegeben wurde. Der Unterbau des Modells besteht aus einzelnen Pappschichten. „Die Oberfläche habe ich aus feinem Pappmaché sowie elastischem Modelliergips erstellt“, berichtet Kirsten Lück.

Von früher bis heute: Die Fotos und Exponate in Marianne Beuermanns Heimatmuseum in Scheden ermöglichen eine Reise durch die Zeit.

Die vielen kleinen Gebäude bestehen aus geschnitztem Holz. Mit wie viel Sorgfalt und Liebe zum Detail die Architektin das Modell herstellte, zeigt sich an der Ausführung: Die farbliche Gestaltung aus lichtbeständiger Acrylfarbe orientiert sich an der Farbgebung einzelner Gemälde aus dem 19. Jahrhundert, die Büsche und Bäume bestehen aus Islandmoos aus dem Modellbau.

Historische Karten und Daten als Grundlage

Die dargestellten Gebäude sind in Anzahl und Lage dem Hauskataster der Dorfgemarkungen Nieder- und Oberscheden ab 1643 von Stefan Mielke entnommen, das Wege- und Straßennetz wurde mithilfe der Karte „Kurhannoversche Landesaufnahme von 1785“ gestaltet. 25 erläuternde historische Informationen über Scheden zu dem Modell hat Kirsten Lück anhand der Werke „950 Jahre Scheden“ von Gottfried Mehr und „Stadt und Samtgemeinde Dransfeld – Eine Bilderauswahl von gestern und heute“ von Friedel Rehkop zusammengestellt. „Der schützende Kasten für das Modell wurde von Günter Fischer gebaut. “, sagt sie. Ergänzend zu dem Modell ermöglichen zahlreiche Fotoalben im Museum eine Zeitreise durch Scheden im Wandel der Zeit. (Bettina Wienecke)

Service

Mariannes Heimatmuseum an der Quantzstraße 41 in Scheden ist derzeit in der Winterpause. Der Hofladen hat geöffnet. Kontakt: Marianne Beuermann, Tel. 0 55 46/68 8. museumshof-scheden.de

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