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Bordstein als Hindernis: Bewohner des GÖWE-Hauses zeigten Probleme auf

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Von: Per Schröter

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Beim gemeinsamen Spaziergang durch Dransfeld mit GÖWE-Wohnhausleiterin Eileen Hofer (links) sowie den beiden Bewohnervertreterinnen Nadine Weiland (vorne) und Laura Katowitz ließen sich Stadtdirektor Mathias Eilers (von rechts), Bürgermeister Jan-Thomas Geyer und Ratsmitglied Günther Schwethelm Probleme im Straßen- und Wegenetz zeigen - so wie hier im Bachweg.
Beim gemeinsamen Spaziergang durch Dransfeld mit GÖWE-Wohnhausleiterin Eileen Hofer (links) sowie den beiden Bewohnervertreterinnen Nadine Weiland (vorne) und Laura Katowitz ließen sich Stadtdirektor Mathias Eilers (von rechts), Bürgermeister Jan-Thomas Geyer und Ratsmitglied Günther Schwethelm Probleme im Straßen- und Wegenetz zeigen - so wie hier im Bachweg. © Per Schröter

Hindernisse im Straßenverkehr können für Menschen mit Behinderung ein großes Problem sein und sind mitunter auch gefährlich. Solche Stellen zeigten nun die Bewohner des GÖWE-Hauses in Dranfeld den Kommunalpolitkern auf.

Dransfeld – Bei einem gemeinsamen Spaziergang mit Vertretern der Stadt Dransfeld wiesen Bewohnerinnen des örtlichen Wohnhauses der Göttinger Werkstätten (GÖWE) auf Probleme im Straßen- und Wegenetz hin, die ihnen das tägliche Leben erschweren.

Dransfeld: Bewohner des GÖWE-Hauses zeigen Problemstellen auf

Die Idee zu diesem Spaziergang war bereits Ende September entstanden, als sich Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD), der gleichzeitig auch Stadtdirektor in Dransfeld ist, zusammen mit zwei weiteren Politikern im GÖWE-Wohnhaus den Fragen der dortigen Bewohner gestellt hatte und es dabei unter anderem auch um Mobilität und Teilhabe gegangen war. Gemeinsam mit Dransfelds Bürgermeister Jan-Thomas Geyer (CDU) und Ratsmitglied Günther Schwethelm löste er am Freitagnachmittag (18.11.022) sein Versprechen auf eine Folgeveranstaltung ein, bei der mit Laura Katowitz und Nadine Weiland die beiden Bewohnervertreterinnen des GÖWE-Wohnhauses direkt vor Ort Problemstellen im Stadtgebiet aufzeigen und ihre Änderungswünsche äußern konnten.

Los ging es gleich hinter dem Wohnhaus am Bachweg, der die Hoher-Hagen-Straße mit dem Altdorf verbindet und von den GÖWE-Bewohnern für den täglichen Weg zum Sport oder zum Einkaufen genutzt wird. Weil die Asphaltdecke dort an vielen Stellen extrem löchrig und das Geländer an einer zum parallel verlaufenden Bach abschüssigen Stelle zu kurz ist, hatte die Stadt schon im Vorfeld Sanierungsarbeiten in Auftrag gegeben, die allerdings erst im kommenden Frühjahr ausgeführt werden können.

Allein schon die Ankündigung dieser Arbeiten sorgte bei den Bewohnervertreterinnen für große Freude. Im weiteren Verlauf des rund anderthalbstündigen Spaziergangs wurde klar, dass es für Menschen mit Einschränkungen vor allem überall dort problematisch wird, wo sie breite Straßen überqueren müssen. „Besonders heikel ist es demnach an der großen Kreuzung in der Hoher-Hagen-Straße, wo es tatsächlich für alle Verkehrsteilnehmer an Übersichtlichkeit fehlt“, sagte Mathias Eilers anschließend. Die Tatsache, dass der dortige Zebrastreifen auf einer Seite nicht einmal barrierefrei ist und somit der Fußweg an dieser Stelle für Rollstuhlfahrer kaum zu erreichen ist, sei nicht tragbar.

„Besonders heikel ist es demnach an der großen Kreuzung in der Hoher-Hagen-Straße“

„Das muss so schnell wie möglich geändert werden“, so der Stadtdirektor, der sich ansonsten zufrieden zeigte mit der Rückmeldung der GÖWE-Bewohnerinnen. „Beide haben sowohl die neu gebaute Kreisel-Querung am Ortsausgang Richtung Göttingen als auch die Beschaffenheit der Bürgersteige in der Langen Straße bis zur Hoher-Hagen-Straße und die Absenkungen der Gehwege im Bereich dort gelobt“, freute sich Eilers. In diesem Zusammenhang versprach er, überall dort ein gezieltes Auge auf Gehweg-Absenkungen zu werfen, wo künftig Straßen angefasst werden. „Ich freue mich, dass sich Herr Eilers, Herr Geyer und Herr Schwethelm die Zeit für diesen Spaziergang mit uns genommen haben“, sagte Laura Katowitz, die Vorsitzende der GÖWE-Bewohnervertretung in Dransfeld.

„Es ist einfach gut, dass wir ihnen einmal zeigen konnten, mit welchen Problemen Menschen mit Einschränkungen jeden Tag zu kämpfen haben.“ Jetzt bleibe nur zu hoffen, dass diese Probleme auch wirklich nach und nach beseitigt werden oder es zumindest Verbesserungen geben wird. (Per Schröter)

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