Vorzüge der Geräte

Dransfeld: Lüftungsanlagen für Schulen

Soll saniert werden: Johann-Joachim-Quantz-Schule in Scheden.
+
Soll saniert werden: Johann-Joachim-Quantz-Schule in Scheden.

Lüftungsanlagen für zwei Schulen in Dransfeld. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag fassten die Mitglieder des Ausschusses für Bau-, Planung- und Umwelt (BPLUA) am Mittwoch einstimmig.

Dransfeld – Die Samtgemeinde Dransfeld will die Klassenräume der beiden unter ihrer Trägerschaft stehenden Grundschulen in Dransfeld und in Scheden mit stationären Lüftungsanlagen ausstatten. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag fassten die Mitglieder des Ausschusses für Bau-, Planung und Umwelt (BPLUA) am Mittwoch einstimmig.

Drasnfeld: Lüftungsanalgen für zwei Schulen

„Die Samtgemeinde beobachtet schon seit Beginn der Corona-Pandemie die Entwicklung von technischen Anlagen zur Reduzierung des Infektionsrisikos in Klassenräumen“, sagte Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers. „Hierzu steht die Verwaltung in ständigem, engem Kontakt mit den Schulleitungen beider Grundschulen.“ In den zuständigen Gremien der Samtgemeinde seien verschiedene Möglichkeiten besprochen worden. In einer früheren Sitzung sei auf Antrag von Ulrich Maschke (Die Linke) außerdem die grundsätzliche Möglichkeit der Anschaffung von Luft-Reinigungsanlagen oder Abluftanlagen diskutiert worden. „Seinerzeit ist der Ausschuss einstimmig zu dem Entschluss gekommen, keine derartigen Anlagen für die Grundschulen anzuschaffen“, so Eilers.

Zwischenzeitlich hätten sich neue Fördermöglichkeiten ergeben. „Anfang Juni hat die Bundesregierung eine Förderung für Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen aufgelegt“, so der Bürgermeister. Auf dem Markt seien dezentrale raumlufttechnische Anlagen verfügbar, die den Kriterien des Förderprogramms entsprechen. „Es handelt sich hierbei um Anlagen, die in Schränken von einem Meter Breite und 2,30 Meter Höhe untergebracht sind“, berichtete er. Diese seien über zwei Rohrleitungen und zwei Kernbohrungen mit der Außenluft verbunden und filterten nicht die vorhandenen Viren heraus oder töten diese ab, sondern sorgten für eine stetige Versorgung des Raumes mit Frischluft.

Im Winter werde Wärmeverluste durch häufiges Lüften vermieden

Diese wird über einen Wärmetauscher angewärmt, bei gleichzeitiger Absaugung der verbrauchten Luft aus dem Raum. „Durch den ständigen Luftaustausch wird eine Reduktion der mutmaßlichen Virenlast erreicht“, so Eilers. Gleichzeitig werde die CO2-Konzentration in der Luft automatisch auf einem optimalen Wert gehalten. „Das sonst notwendige Fensteröffnen, das auch außerhalb der Pandemie zum Erhalt der Luftgüte erforderlich wäre, wird durch diese Anlagen überflüssig“, so der Bürgermeister. Durch den Wärmetauscher verringere sich der Wärmebedarf. „Hierdurch ergibt sich auch eine Nutzungsmöglichkeit der Anlagen nach der Pandemie“, betonte Mathias Eilers. Im Winter würden Wärmeverluste durch häufiges Lüften vermieden, im Sommer könnten die Anlagen so eingestellt werden, dass die kühle Luft in der Nacht angesaugt wird und zu einer Reduzierung der Raumtemperatur führt.

Durch das Förderprogramm des Bundes werden 80 Prozent der entstehenden Kosten übernommen. Von der Investitionssumme von 395 000 Euro für beide Schulen müsste die Samtgemeinde also nur 79 000 Euro selbst tragen. Der nötigen überplanmäßigen Ausgabe muss in drei Wochen noch der Samtgemeinderat zustimmen. (Per Schröter)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.