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Auf den Hund gekommen: Deutsche Meisterschaft in der Disziplin Obedience in Imbsen

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Von: Per Schröter

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Auch wenn Svetlana Gronau mit ihrer Hovawart-Hündin Bonita am Ende nicht auf dem Siegerpodest landete, zeigten beide doch eine ganz starke Übung.
Auch wenn Svetlana Gronau mit ihrer Hovawart-Hündin Bonita am Ende nicht auf dem Siegerpodest landete, zeigten beide doch eine ganz starke Übung. © Per Schröter

In Imbsen (Samtgemeinde Dransfeld) fand am Wochenede die Deutsche Meisterschaft in der Disziplin Obedience statt. Es ist eine relativ junge Hundesportart. Sie richtet sich an Tiere der Rasse Hovawart.

Imbsen – Hundesport in Perfektion gab es am Sonntag (04.09.2022) auf dem Sportplatz in Imbsen zu sehen, wo der Rassezuchtverein für Hovawart-Hunde (RZVH) die Deutsche Meisterschaft im Obedience veranstaltete.

Zehn Frauen und ein Mann waren zusammen mit ihren Hovawarts aus ganz Deutschland angereist, um auf Einladung der ausrichtenden RZVH-Landesgruppe Oldenburg-Niedersachsen ihren Meister zu ermitteln. „Wir sind hier in Imbsen, weil uns der FC Niemetal dankenswerter Weise den Sportplatz zur Verfügung gestellt hat und wir hier ganz großartig vom örtlichen Bulldog-Club und zahlreichen freiwilligen Helfern unterstützt werden“, sagte der Landesgruppen-Vorsitzende Arnd Finke aus Oberode, der auch beim Gebrauchshundesportverein (GHSV) in Bühren aktiv ist.

Obedience wird in Deutschland seit 2022 betrieben

„Obedience wird in Deutschland erst seit 2002 betrieben und ist damit hierzulande eine relativ junge Hundesportart“, erläuterte die Kielerin Martina Liepner, die als „Frau der ersten Stunde“ regelmäßig an den seit 2008 jährlich stattfindenden Deutschen Meisterschaften teilgenommen hat, diesmal aber nur als Zuschauerin dabei war. Übersetzt heiße Obedience, das wie Agility seinen Ursprung in England habe, nichts anderes als „Gehorsam“. „Man nennt es auch die hohe Schule der Unterordnung“, so Liepner. Zu den von Hundeplätzen bekannten und eher „gewöhnlichen“ Gehorsamsübungen wie Bei-Fuß-Gehen, Sitz, Platz (aus dem Stand und aus der Bewegung) oder Bleib kommen bei dieser Sportart noch diverse Elemente hinzu.

„Das sind zum einen das Suchen und Apportieren von Gegenständen auch über Hürden, der Positionswechsel auf Distanz oder das Vorausschicken in ein Quadrat - alles auf Zuruf oder per Handzeichenbefehl“, schilderte Liepner. Außerdem werde die Wesensfestigkeit der teilnehmenden Tiere vor allem gegenüber anderen Hunden bewertet. Bei den Übungen gehe es vor allem um Präzision, Harmonie, Eleganz und eine fließende Vorführung der einzelnen Elemente.

Siegerin: Stefanie Knapp von der Landesgruppe Süd mit ihrem Rüden Jade vom Feldatal

„Diese Hundesportart macht sowohl dem Menschen als auch dem Tier unheimlich viel Spaß, weil sie so vielfältig und abwechslungsreich ist“, so Liepner. Außerdem gehöre immer auch dazu, den Hund nach jeder Übung – egal ob geglückt oder nicht – beinahe schon überschwänglich zu loben, wofür sich dieser stets mit wildem Schwanzwedeln bedankt. Den Titel der Deutschen Meisterin sicherte sich in diesem Jahr erstmals Stefanie Knapp von der Landesgruppe Süd mit ihrem sechsjährigen Rüden Jade vom Feldatal („Bones“), die für ihre Darbietungen 220,5 Punkte von den Richtern erhielt.

Zweite wurde Titelverteidigerin Antonia Müller aus Frankfurt mit ihrer achtjährigen Hündin Hamanda von der Pallaswiese („Manda“/198,5 Punkte), Platz drei ging an den Deutschen Meister von 2010 und 2011, Thomas Nicolas (Landesgruppe Nordrhein-Westfalen) und seinen fünfjährigen Rüden Dragon von der Megalithsichel (194 Punkte). (Per Schröter)

In Hann. Münden, unweit von Imbsen, gibt es auch jährlich Hundesport. Dort findet die Schäferhunde-Meisterschaft statt.

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