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Mostmobil von Bernd Gosch machte Station in Scheden

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Von: Margitta Hild

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Sebastian Tölle aus Hemeln und Achim Riechel (Verein Natur und Umwelt Schedetal) bei der Verkostung verschiedener Birnensorten.
Sebastian Tölle aus Hemeln und Achim Riechel (Verein Natur und Umwelt Schedetal) bei der Verkostung verschiedener Birnensorten. © Margitta Hild

Bernd Gosch war mit seinem Mostmobil in Scheden zu Gast. Viele Leute brachten ihr Obst, Äpfel und Birnen, zum Pressen und Abfüllen vorbei. Die Ernte läuft dieses Jahr gut.

Scheden – Äpfel, Äpfel, Äpfel. Wo man in diesem Jahr hinschaut, hängen die Apfel- und Birnenbäume so voll, dass die Äste teilweise abgestützt werden müssen, damit sie unter der Last der Früchte nicht brechen. Für Scheden hatte der „Verein Natur und Umwelt Schedetal“ das Mostmobil von Bernd Gosch bestellt.

Ab neun Uhr wurden vor dem Sporthaus in Scheden Säcke- und kübelweise Obst angeliefert, das vor Ort gewaschen, zerkleinert, gepresst, auf 80 Grad Celsius erhitzt und gleich abgefüllt wurde.

Dransfeld: Mostmobil war zu Gast in Scheden

Es setzte nun ein reges Kommen und gehen ein. Das Obst wurde in Kübeln oder Säcken im Kofferraum mitgebracht oder gleich auf einem Anhänger befördert. Bernd Gosch und Mitarbeiter Sven Erik Engmann pressten so schnell es die Presse und Verarbeitung zuließ. „Für heute haben wir 20 Termine an Kunden vergeben, wir pressen bis zum späten Nachmittag“, so Engmann. Unter den frühen Kunden war auch Sebastian Tölle aus Hemeln gekommen. Auf seinem Anhänger Bottiche mit unterschiedlichsten Apfel- und Birnensorten. Gerne bat Tölle auch schon mal verschiedene Birnensorten zum Probieren an, bevor sie in die Presse kamen.

Vor 20 Jahren hat Tölle in der Hemelner Feldmark eine eigene Streuobstwiese mit alten und neuen Obstsorten selbst angepflanzt. „Ich möchte meinen eigenen Saft haben. Nicht den aus den Großmostereien, in denen alles in einen Topf geschmissen wird. Mein Obst ist ungespritzt und da weiß ich was ich habe“, so Tölle. Diese Aussage ist es, die man immer wieder von den Kunden hört. Wobei auch schon mal skurrile Dinge passieren, erzählt Achim Riechel vom „Verein Natur und Umwelt Schedetal“.

Gepresst wurde bis zum späten Nachmittag

„Es kam auch schon mal eine Frau mit ihren kleinen Kindern, die Apfelbeutel aus dem Supermarkt zum Pressen brachte“, erzählt Riechel. Kinder kamen auch in diesem Jahr zum Mostmobil. Bollerwagen voll Äpfel hatte die Gruppe vom Kindergarten aus Scheden vom eigenen Kindergartenbaum mitgebracht. „Wir kommen jedes Jahr hierher und bieten den Saft im Kindergarten dann als Schorle an“, erzählt Erzieherin Wiebke Selseler. Neugierig beobachteten die Kinder auf Zehenspitzen an dem Trichter stehend in den die Äpfel geschüttet werden, wie diese auf dem Förderband in die Verarbeitung transportiert wurden, während Selseler den Vorgang erklärte.

Doch es liefe nicht immer so reibungslos, meinte Gosch. Erst gestern hatten sie beim Mosten mit einem Stromausfall zu kämpfen. „Manchmal kommen wir auch an einen Ort, an dem der Wasserhahn seit zehn Jahren schon nicht mehr benutzt worden ist, oder zugebaut wurde. Es kam auch schon vor, dass die Presse durch Fremdkörper beschädigt worden ist, die mit dem Obst angeliefert worden waren“, so Gosch. Doch seien die Leute hilfsbereit, wenn in der Vergangenheit etwas passiert war und es wurde vor Ort repariert. (Margitta Hild)

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