1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden

Nabu in Dransfeld: 200 neue Mitglieder sind das Ziel

Erstellt:

Von: Jens Döll

Kommentare

Der Dransfelder Nabu-Vorsitzende Walter Peters hat an einem alten Wehr an der Auschnippe zwei Nisthilfen nebeneinandergesetzt: Wasseramsel-Pärchen nutzen sie in einem Jahr nacheinander für zwei Bruten.
Der Dransfelder Nabu-Vorsitzende Walter Peters hat an einem alten Wehr an der Auschnippe zwei Nisthilfen nebeneinandergesetzt: Wasseramsel-Pärchen nutzen sie in einem Jahr nacheinander für zwei Bruten. Nun sucht die Ortsgruppe neue Mitglieder. (Archivbild) © Michael Caspar

Ein Team des Nabu-Dransfeld ist in der Samtgemeinde Dransfeld unterwegs, um Helfer zu finden. das Ziel ist wacker: 200 neue Mitglieder sollen so gefunden werden.

Samtgemeinde Dransfeld – „Durchstarten heißt es beim Nabu in der Samtgemeinde Dransfeld: Dort wurde jetzt die größte bisherige Aktion zur Gewinnung neuer Mitglieder gestartet“, so Vorsitzender Walter Peters des Ortsvereins des Naturschutzbundes.

Ehrgeiziges Ziel: 200 neue Mitglieder in der Samtgemeinde Dransfeld

Er konnte dafür ein Team von jungen Menschen gewinnen, die in diesen Tagen durch die Samtgemeinde ziehen und darauf hoffen, „dass sich ihnen die Türen und die Herzen der Menschen öffnen“, wie Peters betont.

Sein Zeil ist ehrgeizig: „Wir möchten gern mindestens 200 neue Mitglieder gewinnen.“ Dies sei dringend notwendig, „um die Fülle unserer Projekte und die umfangreiche ehrenamtliche Arbeit für den konkreten Naturschutz in Dransfeld langfristig abzusichern. Naturschutz braucht langen Atem, dann ist er erfolgreich. Und: Naturschutz kostet Geld“, so Peters.

Als Beispiele der jahrzehntelangen erfolgreichen Naturschutzarbeit in der Samtgemeinde führt Walter Peters unter anderem den Amphibienschutz an: „Wir konnten die Schaffung eines neuen großen Laichgewässers ebenso anschieben wie wir seit langen Jahren so genannte Krötenzäune betreuen. Viele Tausend der kleinen Frösche, Kröten und Molche, konnten dadurch vor dem sicheren und grausamen Straßentod gerettet werden.“

Zäune retten Kröten - auch die Schleiereule ist im Blick

Auch für die Schleiereule ist der Nabu aktiv: Mehr als 120 großvolumige Spezial-Nistkästen wurden angebracht und werden in Scheunen, Hallen und an anderen Orten betreut. Laut Peter profitiert auch die Wasseramsel durch die Betreuung spezieller Nisthilfen an Flüssen „Für Greifvögel haben wir viele Ansitzwarten in der Landschaft aufgestellt“, kann Walter Peters anfügen. Neben Tieren liegen dem Nabu Dransfeld auch alte Obstsorten am Herzen: Hunderte wurden gepflanzt und werden gepflegt, wodurch alte, wertvolle Kultursorten erhalten bleiben und zugleich Lebensräume für Schmetterlinge, Bienen und Vögel entstehen.

Vorsitzender Walter Peters hofft daher auf gute Resonanz der aktuellen Werbeaktion – und „viele neue Mitglieder, damit es auch in den nächsten Jahrzehnten so erfolgreich im Dransfelder Naturschutz weitergehen kann.“ (Jens Döll)

Infos:

Das Werbeteam nimmt keine Geldspenden an, es trägt Nabu-Dienstkleidung und ist mit einem Dienstausweis ausgestattet.

Ein Mann aus Varlosen in der Samtgemeinde Dransfeld kümmerte sich um Fledermäuse in der Not.

Auch interessant

Kommentare