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Eine Reise in die Vergangenheit: 50 Jahre Gemeinde Scheden Thema beim Neujahrsempfang

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Von: Per Schröter

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In seiner Rede warf Bürgermeister Karsten Beuermann (links) einen ausführlichen Blick zurück auf die 50-jährige Geschichte der Gemeinde Scheden.
In seiner Rede warf Bürgermeister Karsten Beuermann (links) einen ausführlichen Blick zurück auf die 50-jährige Geschichte der Gemeinde Scheden. © Per Schröter

Die Gemeinde Scheden lud zum ersten Neujahrsempfang. Dabei wurde auf 50 Jahre Gemeinde zurückgeschaut.

Meensen – Einen vollen Erfolg feierte am Sonntag die Gemeinde Scheden mit ihrem ersten Neujahrsempfang, den sie anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens veranstaltete.

Scheden: Viele Gäste beim Neujahrsempfang

Weit mehr als 100 Gäste, darunter zahlreiche Vertreter aus der Kommunalpolitik, waren ins Dorfgemeinschaftshaus nach Meensen gekommen, um gemeinsam ein paar gesellige Stunden zu verbringen und einen Blick zurückzuwerfen, auf die Geschichte ihrer Gemeinde, die am 1. Januar 1973 mit Inkrafttreten der niedersächsischen Gemeinde- und Gebietsreform begann.

„Das Ziel der damaligen Neugliederung waren größere Verwaltungseinheiten und leistungsfähigere Gemeinde und Landkreise“, sagte Schedens Bürgermeister Karsten Beuermann zu Beginn seines Rückblicks. „Vor allem kleine Gemeinden mit weniger als 300 Einwohnern, die keinen hauptamtlichen Verwaltungsbeamten hatten, sollten in größere Einheiten eingegliedert und damit gestärkt werden.“ So sei damals aus drei eigenständigen Dörfern die Gemeinde Scheden entstanden. „Und nach 50 Jahren sind Dankelshausen, Meensen und Scheden inzwischen fest miteinander verschmolzen“, betonte Beuermann.

„Heute ist der Bezug zur jeweiligen Kommune selbstverständlich“

„Heute ist der Bezug zur jeweiligen Kommune selbstverständlich und für die Bürgerinnen und Bürger alltäglich geworden“, sagte der Bürgermeister. „Vor einem halben Jahrhundert war der Prozess jedoch nicht kritikfrei und auch nicht frei von Protesten.“ 50 Jahre später zeige sich aber, dass die drei ehemals selbstständigen Gemeinden zu einem großen Ganzen zusammengewachsen sind, ohne dass die Dörfer ihre Identität und ihre Traditionen aufgeben mussten.

„Zu unserer DNA gehört natürlich auch die Samtgemeinde Dransfeld und deren weitere Mitgliedsgemeinden“, so Beuermann. Auch diese Verwaltungsgemeinschaft sei einst kontrovers diskutiert worden und auch hier zeige sich, dass einerseits die Mitgliedsgemeinden selbstständig geblieben seien, die Samtgemeinde andererseits aber mit ihren Aufgaben wichtige Funktionen für alle wahrnehme.

Beuermann: Dank an die Vorgänger

Einen Dank richtete Karsten Beuermann an seine lediglich drei Vorgänger im Amt des Gemeindebürgermeisters. Als erster hatte Alfred Beuermann die Gemeindegeschicke von 1973 bis 1979 geleitet, danach folgte Heinz Flöter (bis 1996) und zuletzt Ingrid Rüngeling (bis 2021). „Was eine Kommune lebenswert macht und auszeichnet, sind aber vor allem die Menschen, die sich über verschiedene Vereine und Institutionen für das Allgemeinwohl ihrer Heimat engagieren“, betonte der Bürgermeister. Die Vielzahl von Vereinen in der Gemeinde Scheden zeuge von einer starken Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimatkommune.

Ein besonderer Dank ging in diesem Rahmen an die Freiwillige Feuerwehr Meensen, den Heimat- und Kulturverein Meensen, den Gemischten Chor Scheden und die Brackenberger Musikanten, die sich an der Ausrichtung des Neujahrsempfangs beteiligten. (Per Schröter)

In Hann. Münden wurden vor 50 Jahren die vorher unabhängigen Orte Teil der Stadt. Auch in Mündens Ortsteil Hemeln spielte die kommunale Gebitesreform eine Rolle.

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