Integrativer Urlaub: Campingsplatz stellt barrierefreie Mobilheime neben normale auf

Barrierefrei und umweltfreundlich: 1. Preis für Dransfelder Tourismus-Idee

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Bernd und Jutta Lesser, Campingplatz am Hohen Hagen, mit ihrer Urkunde. 

Dransfeld/Hannover. Preis "Tourismus mit Zukunft": Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat den Campinplatz Am Hohen Hagen in Dransfeld ausgezeichnet.

Eine Behinderung sollte einem erholsamen Urlaub nicht im Weg stehen, finden Jutta und Bernd Lesser vom Camping-, Wochenend- und Ferienhaus-Platz Dransfeld am Hohen Hagen. „Integrativer Urlaub für alle“ heißt ihre Idee, mit der sie jetzt den ersten Preis im Wettbewerb „Tourismus mit Zukunft“, ausgerufen vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH, gewonnen haben. Am Mittwoch überreichte ihnen Wirtschaftsminister Olaf Lies in Hannover die Urkunde.

Bei dem Preis geht darum, Tourismus nachhaltig zu gestalten und das auch im sozialen Sinne. „Das Thema nachhaltiger Tourismus, sanfter Tourismus erfreut sich wachsender Beliebtheit“, so Minister Lies. Die touristischen Akteure müssten entsprechende Angebote entwickeln. Ziel sei es, Niedersachsen im Tourismus gut zu positionieren. Die jetzt ausgezeichneten Projektideen „sind Beispiele dafür, wie dies gelingen kann.“

Das Konzept in Dransfeld: Barrierefreie Mobilheime, denen jeweils ein normales zur Seite steht, für den Urlaub von Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen, werden bereitgehalten. Das Ganze soll ergänzt werden durch ein individuell zugeschnittenes Serviceangebot einschließlich Notfallversorgung. Das I-Tüpfelchen: Die Mobilheime selbst werden umweltschonend ausgestattet und betrieben.

„Best Camping“ heißt das Angebot. „Mich überzeugt insbesondere die Berücksichtigung der sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit. „Best Camping“ ist „Best Practice“ für Integration von Barrierefreiheit und Umweltschutz“, sagt Jurymitglied Dr. Rüdiger Leidner vom Verein NatKo, Tourismus für Alle.

Diese Kombination sowie die beispielhafte Vernetzung in der Region seien Vorbild für andere Campingplätze, heißt es in der Zusammenfassung des Ministeriums. 

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