Bioenergieanlagen fit machen für die Zukunft

Bioenergiedorf Jühnde: Eckhard Fangmeier, Vorstand der Bioenergiedorf-Genossenschaft in Jühnde, vor dem Gärsubstratlager. Archivfoto:  Niemann

Jühnde. Für die Erweiterung der Bioenergieanlage Barlissen soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden, der Entwurf des Planes für die Erweiterung der Anlage in Jühnde ist schon fertig und soll ausgelegt werden.

Beides hat der Gemeinderat Jühnde in seiner Sitzung am Montag beschlossen.

Ähnlich wie in Jühnde soll auch die Anlage in Barlissen fit gemacht werden für die Zukunft, um bedarfsgerecht Strom einspeisen zu können, erläuterte Bürgermeister Dietmar Bode (SPD).

Bislang reichte der Flächennutzungsplan als Grundlage aus, aber mit einer Erweiterung falle die Anlage unter das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSCH), sodass ein Bebauungsplan aufgestellt werden müsse. Gespräche mit dem Landkreis seien schon geführt worden, eines mit dem Gewerbeaufsichtsamt, der Genehmigungsbehörde, steht noch aus. Um dann keine Zeit zu verlieren, wolle man jetzt schon abstimmen über die Aufstellung eines Bebauungsplanes.

In Jühnde ist man schon weiter. Dort waren zunächst in einem ersten Schritt zwei weitere Blockheizkraftwerke errichtet worden auf der Basis des bestehenden Bebauungsplanes. Für die Zukunft seien zwei weitere Silos nötig, um Lagerkapazitäten zu schaffen, so Bode. Das hängt mit der neuen Düngemittelverordnung zusammen, die das Ausbringen von Gärresten reglementiert und zeitlich einschränkt. Ein öffentlicher Erörterungstermin sei gut besucht gewesen. Bode skizzierte einige Planänderungen: so wurde ein Pflanzstreifen vergrößert, die Höhe der stufigen Bauweise zurückgenommen.

Verbessert werden soll noch der sogenannte Havarieschutz. Eckhard Fangmeier, Vorstand der Genossenschaft Bioenergie Jühnde, erläuterte: Der Havarieschutz heute umfasse das Auslaufen des Fermenters, das heißt, dessen Inhalt passt in das Auffangbecken. „Wir überlegen derzeit, welche Möglichkeiten es gibt, den Schutz für die Nachbarn zu verbessern.“ Man könnte einen Havariewall am Wirtschaftsweg entlang verlegen, dann müsste man allerdings die Einfahrt zum Gelände anders planen. Technisch sei das möglich, müsste vom Ingenieur noch durchgeplant werden. Es gebe noch eine Alternative mit Spundwänden. Beides müsse man noch einmal genauer betrachten.

Platz für eine alternative Einfahrt könnte man im Süden schaffen, wo derzeit eine Pflanzfläche vorgesehen sei, ergänzte der Bürgermeister.

Bode: „Im Süden ist eine Pflanzfläche vorgesehen angrenzend an den Koppelweg. Dort könnte man Platz für eine Einfahrt schaffen.“

Die Genossenschaft, fasste Bode zusammen, sei bereit, den Anwohnern entgegenzukommen. (tns)

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