Ein bisschen verrückte VW-Fans: Bulli-Treffen in Dransfeld

Das Kraftpaket unter den Bullis: Der T 3 von Mario Veith (rechts9 hat ganz 487 PS – links: Werner Veith. Foto: Schröter

Dransfeld. Umgebaut und aufgehübscht: Kraftpakete und Raritäten gab es beim Bulli-Treffen auf dem Dransfelder Campingplatz zu sehen.

Acht Zylinder, 4,2 Liter Hubraum, 300 PS, 230 Stundenkilometer Spitze und eine Beschleunigung von 0 auf 100 in deutlich unter zehn Sekunden. Diese Leistungswerte deuten eigentlich auf einen Sportwagen hin. In Wirklichkeit gehören sie aber zum 32 Jahre alten „T 3“ von Franklin Di Costa, einem von rund 100 VW-Bus-Besitzern, die am Wochenende beim 8. Bulli-Treffen auf dem Dransfelder Camping-Platz am Hohen Hagen dabei waren.

„Ich bin schon immer ein VW-Fan gewesen“, sagt der gebürtige Amerikaner, der aus dem hessischen Hanau angereist war. Nachdem er früher zumeist Käfer gefahren sei (darunter einen echten Oldtimer aus dem Jahr 1959), habe er irgendwann seine Liebe zum VW-Bus entdeckt. „Nachdem ich dann diesen T 3 gekauft hatte, habe ich mit umgeschaut, wie man ihn am besten in amerikanischer Optik umbauen kann“, erzählt Di Costa. Zehn Jahre hat der Lkw-Fahrer dann in jeder freien Minute in seiner Scheune getüftelt und geschraubt. Und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen: Neben dem imposanten, aus einem Audi A8 stammenden Motor, dem neuen Fahrwerk mit Luftfederung, der leistungsfähigen Bremsanlage und der auch ansonsten bis ins Detail überarbeiteten Technik hat auch die Karosserie mit der eines handelsüblichen VW-Busses nicht mehr viel gemein. Einen Großteil des Aufbaus hat Di Costa entfernt und seinem T3 dafür eine hölzerne Ladefläche verpasst - ganz im Stile eines amerikanischen Pick Up. Der Clou: Unter einer dicken Plexiglasscheibe ist auf der Ladefläche das große V8-Triebwerk zu sehen. Die verchromten Scheinwerfer mit Schlafzimmer-Blick, die imposanten Felgen, das feine Leder-Interieur und die perfekt abgestimmte Lackierung runden das Bild ab.

Dass es in punkto Motorleistung sogar noch extremer geht, beweist der nur wenige Meter weiter stehende gelbe T 3 von Mario Veith. Unglaubliche 487 PS und eine Spitzengeschwindigkeit von 285 Stundenkilometern machen den 1989-er VW-Bus des Wöllstedter Mortorsport-Fans zu einem der schnellsten in ganz Deutschland. „Ein bisschen verrückt muss man schon sein, um so ein Projekt auf die Beine zu stellen, aber das Ergebnis ist alle Mühen wert“, sagt Veith, der jedes Jahr rund 20.000 Kilometer mit seiner gelben Rakete zurücklegt.

Bulli-Treffen ins Dransfeld

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