Brandschutz hautnah: Jugendfeuerwehren organisierten Berufsfeuerwehrtag

Brandbekämpfung: Darijus Loos beim Einsatz eines Feuerlöschers. Foto: Henneking

Dransfeld/Löwenhagen. Erstmals haben die Jugendfeuerwehren Dransfeld und Löwenhagen eine Art „Berufsfeuerwehrtag" veranstaltet.

14 Jugendliche sowie zehn Betreuer, darunter viele, die in den letzten drei Jahren erst in die aktive Gruppe gewechselt sind, nahmen daran teil. Ziel des Tages war es, zu erleben, wie die Feuerwehr alarmiert wird, wie sie ausrückt und Einsätze abarbeitet.

Um die Gemeinschaft der Gruppe zu stärken, waren Handys und Smartphones an diesem Tag tabu. Erst die Theorie, dann folgte die erste „Alarmierung“. Über Lautsprecher ertönte jeweils das Geräusch eines Funkalarmempfängers und einer Sirene. Für die Jugendlichen hieß es: Alarmmeldung abholen, anziehen, ausrüsten, Fahrzeuge besetzen - ohne Hektik aber doch zügig. Der erste Einsatz war eine (fingierte) Ölspur nach einem Verkehrsunfall. Nach der Erkundung der Lage durch den Gruppenführer und Verkehrssicherung wurde das „Öl“ gebunden und aufgenommen.

Feuerlöscher im Einsatz

Als nächstes stand das Thema Feuer auf dem Programm: Was ist Feuer, wie kann man es löschen und wie funktioniert eigentlich ein Feuerlöscher. Bei Ankunft am Einsatzort brannte es tatsächlich und jeder Jugendliche durfte mit einem Feuerlöscher das Feuer löschen. Die Einsatznachbesprechung folgte beim gemeinsamen Mittagessen.

Danach gab es eine Wiederholung zum Thema Erste Hilfe sowie eine praktische Ausbildung mit den hydraulischen Rettungsgeräten und Hebekissen. Es folgte ein Einsatz, bei dem - so das Szenario - eine Person unter einer schweren Kiste eingeklemmt war.

Im Feuerwehrhaus gab es dann wieder Theorie. Diesmal ging es um das Thema Koordinaten und Waldbrandeinsatzkarten. Anschließend mussten zehn Einsatzorte anhand von vorgegebenen Koordinaten auf einer Karte gefunden werden.

Einsatzort ausleuchten

Kurz darauf ging es weiter, das Einsatzstichwort auf der Alarmmeldung lautete Verkehrsunfall mit einer verletzten Person. Es war dunkel, der Einsatzort musste ausgeleuchtet werden. Der Rettungsdienst war leider nicht verfügbar und so waren die Erstversorgung des Verletzten und die Rettung die Aufgabe der jugendlichen Feuerwehrleute. Zeitgleich wurde der Brandschutz mit einem Schaumrohr und einem Feuerlöscher sichergestellt.

Vermisstensuche

Die letzte Einsatzmeldung für diesen Tag lautete dann: vermisste Person. Zum vermuteten Ort lag nur eine Koordinate vor, die zunächst auf der Karte herausgesucht werden musste. Danach wurden drei Suchtrupps gebildet, die sich mittels Handfunkgeräten im dunklen Wald gegenseitig verständigen und dirigieren mussten. Nach dem 14-Stunden-Tag und wieder im Besitz der Handys und Smartphones. wurde in der WhatsApp-Gruppe nachts noch der Ruf nach einer Wiederholung laut. (red)

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