Bühren will Modelldorf für demografischen Wandel werden

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Dorftradition: An die einst vielen Mühlen im Dorf erinnert das Wasserrad von Manfred Fischer.

Bühren. Das Dorf am Bramwald nimmt an einem Modellvorhaben zum demografischen Wandel teil. Der Rat beschloss die Teilnahme einstimmig. Es werden Dorfmoderatoren gesucht.

Ein neuer „Papiertiger“ soll am Ende nicht dabei herauskommen, sondern ganz praktische Projekte, die eigenständig verwirklicht werden können: Bühren will mitmachen bei einem Modellvorhaben zum demografischen Wandel, Titel „Dorf ist nicht gleich Dorf“.

Regina Meyer

Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig beschlossen, nachdem Regina Meyer, Demografiebeauftragte des Landkreises Göttingen, erläutert hatte, was das für Bühren bedeutet.

Zum Einen werden nun zwei, besser sogar drei, Freiwillige gesucht, die sich zu Dorfmoderatoren ausbilden lassen. Zum Anderen werde das Projekt wissenschaftlich begleitet, wozu Bührener - auf freiwilliger Basis - befragt würden.

Auf der Suche nach einem Dorf mit 500 bis 1000 Einwohnern sei sie unter anderem deswegen auf Bühren gestoßen, weil es mit seiner Lage im Bramwald eine ganz eigene Kulturlandschaft besitze. Der Einfluss der Kulturlandschaft auf die Ortschaften sei ein Aspekt, der die Wissenschaftler besonders interessiere.

Über das Projekt werde nun zwar nicht Geld nach Bühren fließen, aber Fachwissen und Hilfestellung, machte Meyer auf eine Anfrage von Ratsmitglied Hartmut Bührmann deutlich. Ziel sei, mehr Menschen zu motivieren, etwas für ihr Dorf zu tun. Denn: Der demografische Wandel verändere die Dörfer, darauf müsse man reagieren, wenn die Ortschaften lebenswert bleiben sollen. Bei allen Konflikten, die es auch in einem kleinen Dorf gebe, sei es doch so, dass die Menschen einander kennen und einander helfen.

Wie der Titel des Projekts bereits andeutet, sollen in diesem Vorhaben alle Dörfer nach ihren jeweiligen Bedarfen unterstützt werden. Ein Patentrezept gebe es nicht.

Bühren biete aber bereits beste Voraussetzungen: Es gebe noch eine Gaststätte als Treffpunkt, ein rollender Supermarkt bietet eine Einkaufsmöglichkeit, Vereine sind aktiv.

Das Kulturfest auf dem Tie, den Kulturpfad, den Lebendigen Adventskalender und anderes mehr fügten die Ratsmitglieder der Liste hinzu, Christoph Witzke: „Wir sind ein aktives Dorf.“ Die Verbindung zwischen den Vereinen könnte zum Beispiel gestärkt werden, so Bürgermeister Bernd Schucht. Er werde einen Info-Brief an alle Bührener verfassen, sie über das Projekt informieren und dazu aufrufen, sich zu Dorfmoderatoren ausbilden zu lassen.

Interessierte, die Fragen zum Projekt haben, können aber auch direkt zu Regina Meyer Kontakt aufnehmen, Tel.: 0551/ 525-28 05.

Bühren präsentiert sich im Internet: www.buehren.de

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