Bündnis 90/Die Grünen: Wollen Seilpark nicht verhindern

Modell: Ein Rutsch- und Kletterpark am Hohen Hagen könnte etwa so aufgestellt sein. Archivfoto: Schröter

Dransfeld. Bündnis 90/Die Grünen in Dransfeld wehren sich gegen den Vorwurf, sie wollten einen Seilrutschenpark auf dem Hohen Hagen verhindern.

„Wir waren am Anfang, wie alle anderen, sofort begeistert von der Idee und wollen das Projekt positiv begleiten“, betonte Ratsmitglied Günther Schwethelm im Pressegespräch, an dem auch Claudia Mielenhausen und Ingrid Linde-Schwethelm teilnahmen. Allerdings „machen wir auf Probleme aufmerksam“. Aus ihrer Sicht stehe es nicht infrage, dass das Vorhaben im Rat eine Mehrheit bekommt.

Claudia Mielenhausen

Doch hätten die Grünen gern mehr Sicherheit für die Stadt, was die Planungskosten angeht. Das Fledermausgutachten, das noch aussteht, sei ursprünglich als keine große Sache angekündigt gewesen. Inzwischen ist klar, dass es bis zu 8300 Euro kosten kann. An diesen Kosten würden die Grünen gern den Investor beteiligen, der unterhalb des Gaußturms den Seilrutschenpark bauen möchte.

Das hatten sie auch so in Gremien der Stadt eingebracht, man einigte sich dann darauf, dass es auch möglich wäre, wenn die Samtgemeinde statt des Investors die Hälfte des Gutachtens bezahlt.

Man wolle nun beantragen, dass ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen wird, in dem der Investor sich verpflicht, einen Teil der Planungskosten zu übernehmen, so die Grünen weiter. Diese Verpflichtung solle nur dann fällig werden, wenn er auch bauen darf - ergibt das Gutachten, dass eine Bebauung nicht möglich ist, solle er auch nicht zahlen brauchen.

Günther Schwethelm

Gern hätten die Grünen aber auch eine verbindliche Zusage des Investors, dass er tatsächlich bauen werde. Zwar habe er seine Idee einmal vorgestellt, außer dem damals gezeigten Modell, das nicht maßstabsgetreu war, seien aber bislang keine Zeichnungen oder konkreteren Pläne auf dem Tisch. Man wisse noch nicht einmal genau die Abmessungen des benötigten Geländes.

Ingrid Linde-Schwethelm

Außerdem wäre es „uns sehr sympathisch, wenn man das Gebiet gar nicht aus dem Landschaftsschutz herausnehmen müsste“, so Schwethelm und Mielenhausen. Man sollte stattdessen überprüfen, ob es nicht eine Sonderregelung geben könne, sodass der Seilrutschenpark gebaut werden könnte, ohne den Schutzstatus des Geländes aufzuheben.

Wenn aber der Landschaftsschutz aufgehoben werden müsse, dann wären die Grünen auch für die Aufstellung eines Bebauungsplans, um alles in geregelte Bahnen zu lenken. Verkehrsfluss, Parkplätze und Toilettenanlagen wären dann die nächsten wichtigen Themen, denn für rund 20.000 Besucher im Jahr reiche die derzeitige Infrastruktur nicht.

Lesen Sie dazu auch: 

- Kreis für Seilrutschenpark am Gaußturm in Dransfeld

- Naturschutz und Kosten contra Kletterpark auf dem Hohen Hagen?

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