Prävention

Jugendliche in Dransfeld lernen Gefahren des Alkohols kennen

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Spannend: Am Stand der Mündener Verkehrswacht zeigte Klaus Ulbricht (rechts) den Jugendlichen anhand der „Promille-Brille“, wie schwierig es ist, sich unter Alkoholeinfluss kontrolliert zu bewegen.

Hochbetrieb herrschte in der Sporthalle Lange Trift, wo die Dransfelder Oberschule in Zusammenarbeit mit dem Präventionsrat  den  „Markt der sozialen Möglichkeiten“ ausrichtete.

„Na, welche Brille hättest Du denn gerne? Die mit 0,9 oder die mit 1,8 Promille?“, fragt Klaus Ulbricht von der Mündener Verkehrswacht lächelnd. „0,9 Promille reichen erst mal“, sagt die Achtklässerin, setzt sich die Brille mit dem Verzerr-Glas auf und geht los. Sie hat deutliche Schwierigkeiten, der roten, sich schlängelnden Linie zu folgen.

„Das ist aber schwierig“, sagt die Schülerin. „Tja, und dann stell Dir mal vor, wie es ist, mit 0,9 Promille Auto zu fahren“, sagt Ulbricht. Die Promille-Brille war eine von mehreren Aktionen, die Schüler auf Gefahren des Alltages aufmerksam machen sollten. 

Vorstellung der Organisationen

Gleichzeitig bekamen die Siebt- bis Zehntklässler Gelegenheit, sich an diversen Ständen über Organisationen aus der Region zu informieren, die sich und ihre Unterstützungsangebote und -möglichkeiten aktiv vorstellten. 

Mit dabei waren diesmal neben dem Präventionsrat die aufsuchende Jugendarbeit des Landkreises Göttingen, die Jugendhilfe Hann. Münden, die evangelische Jugendhilfe Obernjesa, Pro Familia, die Organisation „Jugend stärken im Quartier“, das Frauenhaus Göttingen, das Netzwerk „frühe Hilfen und Kinderschutz“, das Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Göttingen, die Agentur für Arbeit und das Kinder- und Jugendbüro Adelebsen. 

Ziel ist die Bekanntmachung 

„Ziel dieser Veranstaltung ist es, die Institutionen bei Schülern überhaupt erst mal bekannt zu machen“, sagte Sozialpädagogin Alexandra Oechsner, die den Präventionstag für die Oberschule mitorganisiert hatte. Schließlich wüssten viele gar nicht, an wen sie sich wenden könnten, wenn in irgendeinem Bereich des Lebens einmal Probleme auftreten. „Und genau das wird ihnen hier auf eine lockere Art näher gebracht“, so Oechsner. 

Gleichzeitig sei es aber auch eine gute Veranstaltung für die Lehrer, weil diese hier gezielt die Möglichkeit hätten, Schüler mit bestehenden Problemen auf bestimmte Institutionen aufmerksam zu machen.

Schüler wurden mit Fragebögen ausgestattet

Damit sich die rund 180 teilnehmenden Schüler auch tatsächlich an allen 21 Ständen umschauten, hatten sich die Organisatoren etwas Besonderes einfallen lassen.

Die Jugendlichen wurden mit einem Fragebogen ausgestattet, der nur mit den entsprechenden Informationen von den Vertretern der Institutionen auszufüllen war. 

„So macht das hier auch noch richtig Spaß“, hörte man eine Schülerin zu einer anderen sagen. Ein Lob, das die Veranstalter besonders freuen dürfte.

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