Fördergeld für die Schedener Gaußstraße

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Sanierungsbedürftig: Die Gaußstraße in Scheden.

Scheden. Aus der Kreis- wurde eine Gemeindestraße: Sanierung soll Bürger möglichst wenig belasten.

Dank der Zuschüsse, die die Gemeinde aus dem Dorferneuerungsprogramm und dem Förderprogramm „Leader plus“ bekommen kann, werde die Sanierung der Gaußstraße in Scheden für die Anlieger zu deutlich geringeren Belastungen führen, als es geschehen wäre, wenn noch der Landkreis die Straße erneuert hätte.

Das erläuterte Bürgermeisterin Ingrid Rüngeling am Donnerstag in der Sitzung des Bau- und Finanzausschusses. Die bevorstehende Sanierung von Straße und Gehweg war Hauptthema der Sitzung, in der auch Anwohner von der Möglichkeit Gebrauch machten, sich zu informieren.

Die Gemeinde hat die Straße vom Landkreis übernommen - nicht ohne vorher genau auszuhandeln, wie diese für Bürger und Gemeinde am günstigsten in einen Zustand zu versetzen wäre, der möglichst „die nächsten 40 Jahre hält“. Auch mit dem Amt für Landentwicklung, bei dem der Förderantrag eingereicht werden muss, habe man gesprochen.

Ergebnis: Der Landkreis zahlt der Gemeinde 250 000 Euro für bisher nicht geleistete Sanierungsarbeiten an der Straße. Mit grob geschätzten Zahlen hatte die Bürgermeisterin eine Beispielrechnung aufgemacht, die von rund 820 000 Euro Kosten für die Fahrbahn ausgeht. Bei einer Förderung von 63 Prozent durch die Dorferneuerung und weiteren zehn Prozent aus dem Leader-Programm müsste die Gemeinde selbst noch gut 220 000 Euro aufbringen. Diese Summe wäre über die Abschlagszahlung des Kreises gedeckt.

Nur Schätzwerte

Rüngeling betonte, dass alle Zahlen reine Schätzwerte seien: Sie habe „mit viel Luft“ gerechnet, doch die tatsächlichen Zahlen werde man erst zur Verfügung haben, nachdem das Planungsbüro eine Bestandsaufnahme und Planung gemacht hat.

Erst dann beginne auch die eigentliche Planung, in die alle Anlieger mit einbezogen würden, kündigte Rüngeling an.

Um den Gehweg müsse sich sowieso die Gemeinde kümmern, erläuterte Bürgermeisterin Rüngeling, egal, ob dieser sich an einer Kreis- oder an einer Gemeindestraße befinde. Auch für diesen gelte die 73-prozentige Förderung. Eine grobe Schätzung kommt bei der Gehwegsanierung auf Kosten von 560 000 Euro plus weitere rund 100 000 Euro für Lampen und Ausstattung. Nach Abzug der Fördersumme blieben in dieser Beispielrechnung noch 178 200 Euro, die die Gemeinde aufbringen muss. Die Hälfte des Gemeindeanteils, also 89 100 Euro, wird auf die Anlieger umgelegt.

Die Ausschussmitglieder empfehlen einstimmig, das Büro Rinne und Partner mit der Planung zu beauftragen. Der Rat entscheidet darüber am 23. Februar. 

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