Dransfeld: Geld für Soziales und Familie im Etat

Volles Haus beim Seniorennachmittag in Dransfeld. Foto: Hild

Samtgemeinde Dransfeld. Ohne Änderungen haben die Mitglieder des Ausschusses für Freizeit, Gleichstellung, Jugend, Senioren und Soziales dem Etatentwurf der Samtgemeinde für die Jahre 2016 und 2017 zugestimmt.

In der Sitzung am Dienstag ging es um alle Posten, die das Ressort des Ausschusses betreffen. Wie bereits im Bauausschuss (wir berichteten) skizzierte Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers eingangs kurz die Haushaltslage, die stark vom Zukunftsvertrag bestimmt wird. Diesen Vertrag hatten die Samtgemeinde und die Mitgliedsgemeinden mit dem Land abgeschlossen, um in den Genuss der Entschuldungshilfe zu kommen.

Dieser Zuschuss, aber auch die relativ günstige wirtschaftliche Lage haben bereits Früchte getragen. tatsächlich erwirtschaftete die Samtgemeinde einen Überschuss, der zusammen mit zwölf Prozent aus den Schlüsselzuweisungen an die Mitgliedsgemeinden weitergegeben werde. Bei Bücherei, Jugendpflege und Seniorenarbeit gab es keine Neuerungen verglichen mit dem laufenden Haushalt. Eilers lobte den Seniorenbeirat, der mit wenig Geld, aber Fantasie und Engagement gute Arbeit leiste - wie beim gut besuchten Seniorennachmittag und dem beliebten Tanztee für Junggebliebene. Weitere Posten im Überblick:

Unter dem Posten „Gleichstellungsbeauftragte und Bündnis für Familien“ sind 41 800 Euro für das Jahr 2016 eingestellt (2017: 41 800) - damit wird die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten bezahlt, die auch die Familienbündnisarbeit leistet, sowie die der Honorarkräfte.

2016 stecken in dieser Summe außerdem 1000 Euro extra für den Aufbau des Familienzentrums: Daran arbeitet die Gleichstellungsbeauftragte, Bettina Aue, bereits. Gespräche und Informationsaustausch hätten stattgefunden, berichtete sie vor dem Ausschuss. Da es in Dransfeld keine Kita gebe, an der ein Familienzentrum komplett angesiedelt werden könne, werde man für die Samtgemeinde eines im Verbund mit verschiedenen Einrichtungen aufbauen. Das heißt, Veranstaltungen für Familien mit kleinen und älteren Kindern werden an unterschiedlichen Orten stattfinden.

Geplant sei ein Willkommensprojekt für Neugeborene, bei dem junge Familie begrüßt, mit Informationen versorgt und auch persönlich begleitet werden. Dafür werden konkret die eingeplanten 1000 Euro benötigt: Für das Geld werden Ordner gekauft, die den Familien zur Verfügung gestellt werden.

Man erhoffe sich vom Willkommensprojekt auch, ergänzte Samtgemeindebürgermeister Eilers, frühzeitig die Bedarfe nach Kinderbetreuung in Erfahrung zu bringen, da die Samtgemeinde rechtzeitig für Krippenplätze sorgen muss. Derzeit sei die Datenbasis da relativ dünn. HEIMAT- UND KULTURPFLEGE

Für die Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Rácalmàs werden 5000 Euro unter dem Posten „Heimat- und Kulturpflege“ bereitgestellt. Von dem Geld werden die Austausche bezahlt sowie der Transport der Kleiderspenden.

Es sei sehr schwer, Fördergelder von der EU einzuwerben, berichteten Hans-Jürgen Beister, Ausschussmitglied und Vorsitzender des Vereins zur Förderung europäischer Partnerschaften, und Kinder- und Jugendreferent Rochus Winkler, die sich schon mehrfach um Mittel bemüht hatten. Die Bedingungen, unter denen Geld bewilligt werde, seien sehr streng geworden. Nur einmal habe es die Samtgemeinde fast geschafft, „da fehlten uns von 100 Punkten ein halber“. Positiv schlage zu Buche, wenn man eine trinationale Veranstaltung plane, was man vielleicht zusammen mit Descartes machen könnte. Man werde es weiter versuchen. (tns) Foto: Hild

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