Rat gibt grünes Licht für Sanierung der Gaußstraße

Ingrid Rüngeling

Scheden. Die Gaußstraße in Scheden muss saniert werden, das will die Gemeinde mithilfe von Zuschüssen finanzieren: Geld aus den Förderprogrammen Dorferneuerung und Leader soll fließen. Doch bevor der Förderantrag gestellt werden kann, muss eine Vorplanung verlässliche Zahlen ergeben.

Mit dieser Vorplanung soll ein Planungsbüro beauftragt werden. Das beschloss der Rat der Gemeinde Scheden einstimmig in seiner Sitzung am Donnerstag, berichtet Bürgermeisterin Ingrid Rüngeling auf HNA-Anfrage.

In der Sitzung des Bau- und Finanzausschusses am 9. Februar war das Finanzierungsmodell bereits ausführlich erläutert worden (wir berichteten): Die Gemeinde erwartet einen Zuschuss von insgesamt 73 Prozent der förderfähigen Kosten. Für die Straße erhält die Gemeinde außerdem eine Abschlagszahlung vom Landkreis Göttingen: Dieser hat die einstige Kreisstraße an die Gemeinde abgegeben und kompensiert mit der Summe die seinerseits nicht geleisteten Sanierungsarbeiten. Mit Fördergeld und Abschlag zusammen könnten die Kosten für die Straße schon gedeckt sein - genaues weiß man aber erst, wenn das Planungsbüro Zahlen ermittelt hat, bisher beziehen sich alle Beispielrechnungen nur auf grobe Schätzwerte. Auf die Anwohner käme dann nur eine Beteiligung an den Kosten für den Gehweg zu (50 Prozent).

Einige Anwohner hatten die Bau- und Finanzausschusssitzung bereits genutzt, um sich Fragen rund um die Straßensanierung beantworten zu lassen. Einige seien jetzt in die Ratssitzung gekommen, berichtet Rüngeling. Wer weitere Fragen habe, könne sie jederzeit ansprechen, betont die Bürgermeisterin. Immer wieder erlebe sie es, dass beispielsweise die Satzungen verwechselt würden: Bei Neubau einer Straße müssen Anlieger 90 Prozent der Kosten tragen, bei einer Sanierung weniger, im Fall der Gaußstraße 50 Prozent.

Zurzeit könne sie jedoch noch keinem Anwohner ausrechnen, wie hoch sein Beitrag sein werde. Dazu benötige sie zunächst die Zahlen, die das Planungsbüro jetzt ermitteln soll.

Infos für Anwohner

Es werde aber auch eine Informationsveranstaltung für die Anwohner der Gaußstraße geben, sobald die Vorplanung stehe. Dann wolle man alle Punkte mit den Anliegern durchsprechen und Interessen abwägen. So ist zum Beispiel ein Ziel, den Lkw-Durchgangsverkehr künftig aus der Gaußstraße heraus zu halten. Lkw, die innerorts unterwegs sind, auch Müllabfuhr und Busse, müssen aber noch problemlos passieren können, und auch an landwirtschaftliche Fahrzeuge muss gedacht werden. Denkbar wäre eine optische Verengung, die ortsfremden Lkw-Fahrern signalisiert, in die Straße besser nicht zu fahren. Wo sollen die Straßenlaternen stehen, wo Platz für Pflanzen geschaffen werden? - Das und mehr soll mit den Anwohnern Stück für Stück besprochen werden.

Spätestens im September muss die Gemeinde den Förderantrag stellen. Wird der bis Jahresende bewilligt, können die Arbeiten ausgeschrieben und 2018 mit der Sanierung begonnen werden. (tns) Fotos: Hild/Schröter

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