110 Feuerwehrleute

Zwei Verletzte bei Großbrand in Scheden - 750.000 Euro Schaden

Scheden. Einen Großbrand hat es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Scheden im Landkreis Göttingen gegeben.

Dort hat an der Quantzstraße ein Scheunenbrand auf ein Fachwerk-Wohnhaus, Stallungsanlagen und einen Schuppen übergegriffen. Es entstand ein Schaden von 750.000 Euro. Das meldet die Polizei.

Aktualisiert um 14.23 Uhr

Das Feuer war in der Nacht gegen 1.40 Uhr in einer Scheune ausgebrochen. In dem Holzbau wurde Stroh gelagert. Die teilweise 20 Meter hohen Flammen griffen auf das angrenzende Wohnhaus und eine Nachbarscheune mit Stallung über.

Die Hausbewohner konnten sich noch selbst ins Freie retten. Der Hauseigentümer wurde nach Angaben der Polizei mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Der 64-Jährige konnte mittlerweile wieder entlassen werden. Auch seine 91-jährige Mutter wurde zunächst im Krankenhaus behandelt. Die Brandursache ist noch unklar.

Aus einer der beiden lichterloh brennenden Scheunen musste die Feuerwehr rund 20 Rinder befreien und auf eine benachbarte Wiese treiben. Die Tiere blieben allesamt unverletzt.

"Glücklicherweise hat die Brandschutzmauer zwischen der einen Scheune und dem Wohnhaus gehalten und somit verhindert, dass ein noch größerer Schaden entsteht", sagte Dransfelds Gemeindebrandmeister Karsten Beuermann. 

Nachbarn und ein Autofahrer waren in der Nacht durch den Feuerschein und lautes Knacken auf den Brand aufmerksam geworden und verständigten die Feuerwehr.

Großbrand in Scheden

Die Feuerwehr war mit rund 110 Einsatzkräften vor Ort. Außer den Wehren aus Imbsen, Löwenhagen und Barlissen waren alle aus der Samtgemeinde Dransfeld im Einsatz. Unterstützung bekamen sie von den Wehren aus Mielenhausen und Hemeln. Die Ortsfeuerwehr Hemeln war mit dem Schlauchwagen vor Ort und verlegte 1200 Meter B-Schläuche. Ein Fahrzeug der FTZ Potzwenden lieferte Atemschutzgeräte und Atemluftflaschen nach.

20 Meter hohe Flammen: In Scheden hat eine Scheune Feuer gefangen.

Die Nachlöscharbeiten dauerten nach Angaben der Feuerwehr am Freitagvormittag noch an. Mit Hilfe eines Baggers wurde Heu und Stroh auseinandergezogen und gelöscht. Dafür waren die Ortsfeuerwehren Dankelshausen und Scheden noch im Einsatz. Auch am frühen Nachmittag waren die Einsatzkräfte noch vor Ort.

Die Ermittlungen zur Ursache des Feuers dauern an, da die Ermittler den Brandort wegen der laufenden Löscharbeiten noch nicht untersuchen konnten.

Rubriklistenbild: © Schröter

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