Heinemann bleibt Bürgermeister im Niemetal

 

Niemetal/Ellershausen. Deutliche Worte, eine Entscheidung in letzter Sekunde und ein neuer alter Bürgermeister: Die konstituierende Sitzung des Rates der Gemeinde Niemetal hatte es in sich.

Wegen einer „partei-internen Intrige“, wie er es beschrieb, war Uwe Kamm nach über 30 Jahren aus der SPD ausgetreten, was die Mehrheitsverhältnisse im Niemetaler Rat durcheinander würfelte. So war der Ausgang der Wahl des Gemeindebürgermeisters offen, was sich im ersten Wahlgang, schriftlich und geheim, zeigte: Fünf Stimmen für den SPD-Kandidaten Friedrich Federkeil, ebensoviele für den CDU-Kandidaten Dr. Klaus Heinemann sowie eine Enthaltung. Erst im zweiten Wahlgang gab es statt der Enthaltung eine Stimme mehr für Heinemann, der damit erneut Bürgermeister der Gemeinde Niemetal ist.

Später sagte Kamm, er habe wirklich erst in dem Moment, als er sein Kreuz auf dem Stimmzettel machte, seine Entscheidung getroffen.

Vorausgegagen war dem ein Hin und Her in der SPD um den Bürgermeisterkandidaten: Kandidat Kamm wurde durch Federkeil ersetzt, was wieder rückgängig gemacht wurde, nur um diese Entscheidung wieder zu revidieren, beschreibt es Kamm, der für sich die Konsequenzen zog. Dafür sei ihm im Ort „Wahlbetrug“ vorgeworfen worden. Das sei „unterhalb der Gürtellinie. Das ist der Dank dafür, dass ich mich jahrelang für den Ort eingesetzt habe“, sagte Kamm öffentlich.

Sowohl Uwe Kamm (fraktionslos) als auch Frank Bete (FWG) wurden jeweils mehrheitlich zu gleichberechtigten stellvertretenden Bürgermeistern gewählt.

Das Votum für die neue Gemeindedirektorin erging einstimmig: Stefanie Freitag hat dieses Amt übernommen. Matthias Freter wählten die Ratsmitglieder ebenso einstimmig zu ihrem Stellvertreter. (tns) Fotos: Schröter/Sangerhausen

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