Hochleistung Distanzreiten: Bis zu zehn Stunden im Sattel

Geschafft: Ross und Reiterin machen nach dem Zieleinlauf einen glücklichen Eindruck. Foto:  Schröter

Scheden. Das Distanzreiten im Weserbergland am Wochenende war ein großer Erfolg. „Ich freue mich sehr, dass wir gleich beim ersten Mal so viele Teilnehmer hatten“, sagte die Organisatorin des Weserbergland-Distanzrittes, Anne Wegner.

Sie betreibt in Scheden einen Distanz-, Pensions- und Trainingsstall.

Genau auf Pferd achten 

Wie bei jeder sportlichen Veranstaltung gilt es auch beim Distanzritt, die Strecken von 35, 60, 80, 100 oder 120 Kilometern so schnell wie möglich zurückzulegen. „Dabei muss jeder Teilnehmer aber selbstverständlich genau auf sein Pferd achten und darf es nicht überfordern“, sagt Anne Wegner, die selbst eine erfolgreiche Distanzreiterin ist, sich am Wochenende mit ihren knapp 30 Helferinnen und Helfern aber ausschließlich um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung kümmerte. „Wichtig ist vor allem, dass man gleichmäßig reitet“, so die Mündenerin. Wenn das Pferd gegen Ende des Rittes noch einen starken Eindruck mache, könne man dann das Tempo erhöhen.

Dass alle Tiere fit ins Rennen gingen und dieses auch gesund überstanden, dafür sorgten drei Tierärzte mit ihren Kontrollen. Schon vor dem Start wurde der allgemeine Zustand überprüft und auf der Strecke folgte ein weiterer Check. Nach dem Zieleinlauf wurde dann noch die Zeit genommen, die es brauchte, um den Puls des Pferdes auf höchstens 64 zu senken. Erst dann wurde die endgültige Zeit in die Ergebnisliste eingetragen. „Bei der längsten Distanz, der 120 Kilometerstrecke, die in fünf Runden mit dazwischen liegenden Pausen gelaufen wird, untersucht der Tierarzt ein Pferd sieben mal“, betont Anne Wegner.

Sowie der Veterinär feststelle, dass das Tier nicht fit genug sei, werde es umgehend disqualifiziert und von der Strecke genommen. Ist alles in Ordnung, sitzt der Reiter bei deiser Strecke ungefähr zehn Stunden im Sattel.

Ein Riesendank der Organisatoren ging nach drei „schönen, aber doch recht anstrengenden“ Tagen an ihr Helferteam, das ausschließlich aus Reisterinnen und Reitern ihres Stalles bestand. „Ich bin begeistert, wie alle mitgezogen haben und wie reibungslos alles ablief“, sagte sie. Die tolle Resonanz der Teilnehmer, die neben der guten Organisation vor allem die Schönheit der Landschaft rund um Scheden lobten, beflügle sie, den Weserbergland-Distanzritt im kommenden Jahr zu wiederholen. „Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir die Veranstaltung auch wieder genehmigt bekommen“, so Wegner.

Distanzreiten im Weserbergland

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