Hoher-Hagen-Straße soll sicherer werden

Die Hoher-Hagen-Straße: Viel befahren und durch Schule, Kindergarten und andere Einrichtungen besonders zu Stoßzeiten auch von vielen Fußgängern frequentiert. Fotos: Sangerhausen

Dransfeld. In der Hoher-Hagen-Straße in Dransfeld, wo Schulen und Kindergarten liegen, gilt Tempo 30 - aber die Straße ist nicht entsprechend gestaltet, sodass gern schneller gefahren wird. Die Parkplatzsituation ist unbefriedigend und der kombinierte Geh-Radweg ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Das und mehr fiel bei einer Verkehrsschau im September auf, sodass die Verwaltung nun die Ideensammlung an die Politik und die Öffentlichkeit weitergibt. Die Straße soll umgestaltet werden - aber wie?

Man müsse über die Verkehrssituation dort generell nachdenken, sagte Dirk Aue, Bauamt, in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Montag, aber die Verwaltung wollte nichts vorgeben. Das Thema solle jetzt diskutiert werden.

Einen Vorschlag machte die Verwaltung dennoch: Radfahrer runter vom Gehweg. Die Fahrradfahrer könnten auf der Straße fahren und müssten sich dann, wie alle anderen auch, an die Rechts-vor-Links-Regelung halten. Kinder bis zehn Jahre dürften weiterhin auf dem Gehweg radeln.

Zurzeit sei das Auf- und Abfahren am Ende des Radweges gefährlicher, als auf der Straße zu fahren.

Aber einfach die Radler zu verlegen, diese Lösung hätte andere Tücken, so Claudia Mielenhausen, Grüne: Die Hoher-Hagen-Straße sei der Weg zum Freibad, wohin ganze Familien mit dem Rad unterwegs seien. „Wenn ich auf der Straße fahren soll und meine Kinder auf dem Gehweg, wie soll ich da den Kontakt halten?“ Ihrer Ansicht nach müsste zu beiden Seiten der Straße ein echter Radweg gebaut werden.

Günther Schwethelm, Grüne, plädierte dafür, die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h bis zum Freibad fortzusetzen.

Die gerade Straße verleite zum Schnellfahren, da waren sich mehrere Redner einig. Um auch Stimmen der Bürger zu hören, wurde die Diskussion geöffnet, sodass auch die Einwohner sich zu Wort melden konnten.

Mehrere wiesen auf die unbefriedigende Parksituation an Kindergarten und Schule hin: Das dortige Personal müsste eigene Parkplätze erhalten, damit das Rondell zwischen den beiden Einrichtungen von Eltern genutzt werden könnte, die ihre Kinder zur Schule oder zum Kindergarten bringen. Bisher stünden diese mit ihren Fahrzeugen mittendrin oder an der Straße, was zu gefährlichen Situationen führe.

Versetzte Parkbuchten entlang der Straße wären sinnvoll, so ein weiterer Vorschlag: So könnte der Verkehr nicht gerade durchrauschen, sondern müsste im Zickzack fahren, was eine Verkehrsberuhigung bewirken würde. Es wäre allerdings darauf zu achten, dass die Schulbusse und andere große Fahrzeuge noch problemlos durchkommen.

All diese Anregungen wolle die Verwaltung nun in einen Entwurf aufnehmen, der dann weiter diskutiert werden kann, kündigte Aue an. (tns)

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