Auf Wunsch der Anwohner

Stadt will Mini-Brücken an Grundstücksbesitzer übertragen

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Graben zwischen Straße und Grundstück: Anwohner der Gerhart-Hauptmann-Straße in Dransfeld kommen nur über kleine Brücken zu ihren Häusern.

Dransfeld. Die Überfahrten zu den Grundstücken in der Gerhart-Hauptmann-Straße in Dransfeld sollen an die Grundstücksbesitzer übertragen werden.

Bisher gehören sie der Stadt, die sie sanieren müsste.

Das berichtete Stadtdirektor Marco Gerls in der Ratssitzung am Montag. Der Verwaltungsausschuss hatte das einstimmig beschlossen und komme damit einem Wunsch der Anwohner nach. Die entsprechende Eintragung einer Grunddienstbarkeit, wie der Verwaltungsvorgang dazu heißt, werde gerade vorbereitet. Die Brücken sind dann Privatsache, der Graben gehört weiter der Stadt.

Hintergrund: Alle Grundstücke jenseits des Grabens sind nur über kleine Brücken erreichbar. Nun sind diese in die Jahre gekommen und müssten saniert werden.

Wie eine solche Sanierung aussehen könnte, darüber wird in Dransfeld seit Jahren diskutiert. Doch welche Variante auch immer durchgerechnet wurde, ob Betonbrücke oder Stahl-Holz-Konstruktion: Jede einzelne Mini-Brücke wäre für die Stadt sehr teuer geworden, über 20 000 Euro. Die Anwohner wären an den Kosten beteiligt worden, wenn auch zeitversetzt: Die Kosten sollten erst dann umgelegt werden, wenn auch die Straße saniert worden ist, was noch nicht in naher Zukunft, aber in etwa zehn Jahren der Fall sein könnte.

In einer Informationsversammlung mit den Anwohnern hatten diese den Wunsch geäußert, sich selbst um die Zufahrten kümmern zu können, berichtet Gerls. Privat, so ihre Annahme, könnten sie die Brücken günstiger instand setzen. Mit der Übertragung in private Verwantwortung ist die Stadt aus der Sanierungspflicht und die lange diskutierte Baustelle vom Tisch. 

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