Neue Krippe für 30 Kinder in Dransfeld

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Grundstück neben Kindertagesstätte: Angrenzend an die Kita in der Hoher-Hagen-Straße in Dransfeld plant die Samtgemeinde ein Gebäude, in dem zwei Krippengruppen mit je 15 Kindern Platz finden.

Dransfeld. Die Samtgemeinde Dransfeld investiert mehr als eine Million Euro in den Bau einer neuen Kindertagesstätte.

Nachdem der Rat bereits Ende 2015 einen entsprechenden Beschluss gefasst hatte, stellte Hans-Jürgen Sittig vom Bovender Architekturbüro Sittig und Voges nun in der gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses und des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses erstmals die Pläne vor.

„Die Anmeldungen für die Krippen in den Kindertagesstätten der Samtgemeinde hatten im Frühjahr 2015 das verfügbare Angebot an Plätzen zum anstehenden Kindergartenjahr 2015/2016 deutlich überschritten“, begründete Bürgermeister Mathias Eilers zunächst noch einmal die Notwendigkeit des Neubaus.

Da Not am Mann war, hatte es zunächst eine Übergangslösung gegeben. Dafür wurde die Hortgruppe aus dem Anbau des Kindergartens in der Hoher-Hagen-Straße in zwei Räume im Erdgeschoss der benachbarten Grundschule untergebracht. Die Ganztagsgruppe des St. Martini-Kindergartens bezog dann die frei gewordenen Räume im „Pavillon“ der Kita an der Grundschule Dransfeld, und ein Gruppenraum in des St. Martini-Kindergartens wurde für die Krippenkinderbetreuung umgenutzt.

„Der Betrieb funktioniert zwar reibungslos, doch trotz dieser Anstrengungen gibt es in der Samtgemeinde zurzeit nur wenig freie Betreuungsplätze für Krippenkinder“, sagte Eilers. Da aber mit einem weiteren allgemeinen Anstieg der Nachfrage nach Krippenplätzen und darüber hinaus mit einer zusätzlichen Nachfrage durch neue Bauplätze in der Stadt Dransfeld zu rechnen sei, müsse dringend ein Neubau her.

Die Pläne der Architekten sehen nun vor, auf dem an die Kindertagesstätte Hoher-Hagen-Straße angrenzenden gemeindeeigenen Gelände ein rund 310 Qudratmeter großes Gebäude zu errichten. Dort sollen zwei Krippengruppen mit je 15 Kindern Platz finden, wobei eine Erweiterungsmöglichkeit um eine weitere Gruppe gegeben sein soll.

Gebäude auf Pfählen 

Das Gebäude, dessen Fundament wegen ungünstiger Bodenbeschaffenheit auf sieben Meter langen Pfählen errichtet werden muss, wird unter anderem zwei Gruppenräume (je 48 Quadratmeter), zwei Schlafräume (19,5 Quadratmeter), kindergerechte Toiletten und Waschräume, eine Küche mit Speisekammer sowie eine Fußbodenheizung haben. Die geschätzten Baukosten betragen 1,058 Millionen Euro (35 000 Euro pro Krippenplatz), von denen 420 000 Euro aus Fördermitteln des Landes und des Landkreises kommen werden.

Parkplatznot 

„Das wird kein Luxusbau und kein architektonisches Wunderwerk, sondern vielmehr ein zweckmäßiges Gebäude“, betonte Bürgermeister Eilers.

Für die schon jetzt bestehende Parkplatznot, die zu bestimmten Zeiten an der Grundschule herrscht, gebe es bislang keine Lösung, zumal mit dem Neubau nur fünf neue Parkplätze entstehen würden. „Wenn mehr Kinder zu Fuß zur Schule kommen würden, wäre schon geholfen“, so sein Appell an die Eltern.

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