Auftritt der Theater-AG: Peppig frecher Shakespeare

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Drama: Die unschuldige Hero versteht die Weigerung ihres Bräutigams Claudio nicht, ihr vor dem Altar das Ja-Wort zu geben.

Dransfeld. Die Theater AG der Schule am Hohen Hagen präsentierte „Viel Lärm um nichts“ in der Stadthalle Dransfeld.

Kurz vor Beginn der Theateraufführung „Viel Lärm um nichts“ von William Shakespeare am Donnerstagabend in der Dransfelder Stadthalle, stimmte Antje Lambers, die gemeinsam mit Regina Mesche die Theater AG der Schule am Hohen Hagen leitet, ihre Schüler auf die Aufführung ein. „Gebt alles, sprecht laut, genießt es. Wir rocken die Bude und ein tierisches Toi, Toi, Toi!“

Schnell wurde hier und da noch einmal in die Mappen mit dem Text gesehen und dann ging es ab auf die Bühne. Die Szenerie spielte auf einem Campingplatz in Italien. Zentrum der Handlung, zwei Liebespärchen mit unterschiedlichen Einstellungen zur Liebe.

Claudio verliebte sich in Hero, die Schwester des Campingplatzchefs und wollte sie heiraten. Benedikt, ein erklärter Feind der Ehe und überzeugter Junggeselle haderte mit sich, als er sich in die kratzbürstige Zicke Beatrice verliebte. „Sie ist in mich verliebt? Sie ist in mich verliebt? Auf so was muss man eingehen. Der Kopf sagt nein, das Herz sagt ja“, grübelte er vor sich hin.

Beatrice schreckte nicht davor zurück, ihr Männerbild ganz klar zu definieren. „In der Bibel steht, Männer sind aus Erde gemacht. Ich lasse mich doch nicht von einem Stück Dreck herumkommandieren“. Keiner der Beiden wollte seine Gefühle dem Anderen gegenüber preisgeben, was öfter in einem ironisch, bissigen Schlagabtausch endete. Doch was wäre Shakespeare, ohne Intrigen und Ränke. Schließlich wurde Claudio durch eine Täuschung in die Irre geführt und dazu verleitet, seiner geliebten Hero das Ja-Wort vor dem Altar zu verweigern. „Ne ne, die Hure heirate ich nicht“, und löste beinahe eine Tragödie aus. Und dennoch fand das Stück nach einer knappen Stunde Spielzeit ein Happy End.

„Wir haben Schüler der zehnten Klasse in der AG, die seit ihrer sechsten Klasse dabei sind. Damals spielten sie zum Teil Elfen in dem Stück Sommernachtstraum von Shakespeare. Also, warum kurz vor der Entlassung nicht noch einmal Shakespeare“, so Regina Mesche. Und die Schüler spielten ihre Rollen mit routiniert-lockerer Bühnenpräsenz.

Voller Spielfreude

Von Aufregung war nichts zu merken und die spürbare Freude am Spiel brachte das Publikum zum Lachen und applaudieren. Eltern, Freunde, Geschwister und ehemalige Schüler waren dankbar für die ausgelegten Programmhefte, die während der Aufführung, passend zur italienischen Bühnenszenerie, als Fächer benutzt wurden, um die brütende Hitze in der Stadthalle etwas erträglicher zu machen. Am Freitagvormittag wurde das Stück zwei weitere Male für die Schülergruppen der Schule am Hohen Hagen aufgeführt. 

Peppig frecher Shakespeare: "Viel Lärm um nichts" in der Stadthalle Dransfeld

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