Aktion "Achtung Auto"

Polizei und ADAC trainierten Dransfelder Schüler in Fahrsicherheit

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Aufregend: Bei einer Vollbremsung konnten die Schüler erfahren, wie wichtig ein Sicherheitsgurt ist. 

Dransfeld. Mit der Aktion „Achtung Auto“ wollen der ADAC und die Polizei Schüler für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren. Nun waren die Sechstklässler der Hoher-Hagen-Schule in Dransfeld an der Reihe.

Altersgerecht: Mit praktischen Beispielen zeigte Verkehrssicherheitstrainer Karl-Heinz Pinkpank (rechts) den Schülern der Klasse 6a, wie lang der Bremsweg eines Autos tatsächlich ist. 

„Was denkt Ihr, welche Strecke legt ein Auto in einer Sekunde zurück, wenn es mit 30 Stundenkilometern unterwegs ist?“, fragt Karl-Heinz Pinkpank in die Runde und fordert die Schüler auf, den vermuteten Bremsweg zu markieren. Was dabei heraus kommt, ist erschreckend. „Von den 17 Mädchen und Jungen aus dieser Klasse wären 14 jetzt tot und die anderen drei wären zumindest verletzt“, sagt Pinkpank. Dass der tatsächliche Bremsweg bei einer derart geringen Geschwindigkeit immer noch fast 14 Meter beträgt, hatte keiner tatsächlich der Schüler erwartet. „Solche Schätzungen von Kindern in diesem Alter sind ziemlich normal“, sagt Karl-Heinz Pinkpank. „Und erstaunlicherweise war diese Klasse sogar noch richtig gut.“ Genau das zeige immer wieder, wie schwer es die Kinder hätten, Geschwindigkeiten sowie Fahr- und Bremswege von Kraftfahrzeugen einzuschätzen. In jeweils zwei Schulstunden bekamen die beiden sechsten Klassen deshalb Gelegenheit, reale Verkehrssituationen handlungsorientiert zu erleben. Durch praktische Übungen und Demonstrationen erlebten sie den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg. „Dadurch können sie anschließend den Anhalteweg von Fahrzeugen besser einschätzen“, so Pinkpank. Als Mitfahrer in einem Auto lernten die Teilnehmer darüber hinaus bei einer Vollbremsung die lebensrettende Bedeutung von Sicherheitsgurten kennen. Initiator der Aktion an der Dransfelder Oberschule ist Volker Grube, Kontaktbeamter bei der Polizei Hann. Münden. „In der Vergangenheit haben wir alle zwei Jahre zusammen mit verschiedenen Organisationen einen Verkehrssicherheitstag für alle Schüler direkt auf dem Schulgelände veranstaltet“, sagt Grube.

Weil die Teilnehmer bei der „Aktion Auto“ jedoch direkter angesprochen würden und der Lerneffekt dadurch größer sei, habe man sich entschlossen, künftig einen anderen Weg zu gehen. „Wir haben vor, jedes Jahr für die unterschiedlichen Jahrgänge ein altersgerechtes Training in diesem Rahmen anzubieten“, so Grube. Für die fünften Klassen soll dann das Thema „Toter Winkel“ sein, für die sechsten Klassen der Bremsweg, für die siebten „Warum muss ich auf dem Mofa einen Helm tragen?“, für die Achtklässler „Selbstversuche mit der Rauschbrille“ und für die neunten Klassen „Gefahren für Fahranfänger“. 

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