In Ossenfeld treffen sich Sänger aus sieben Orten

Querbeet durch die ganze Liederwelt

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Einfach aus Spaß am Singen: Querbeet Ossenfeld bei der Probe. Die Gruppe wuchs nach der Gründung schnell. 

Ossenfeld. Wenn sich die Männer der Gesangsgruppe Querbeet Ossenfeld im Dorfgemeinschaftshaus des Dransfelder Ortsteils alle 14 Tage montags um 19.30 Uhr zum Probenabend treffen, dann ist eines garantiert: Alle Teilnehmer haben Spaß.

Dass die bunt zusammen gewürfelte Truppe auch musikalisch etwas auf dem Kasten hat und so richtig für Stimmung sorgen kann, beweist sie seit Jahren bei ihren zahlreichen Auftritten.

Angefangen hatte alles vor acht Jahren. „Auf einer Geburtstagsfeier wurde wie schon so oft zuvor über die Gründung einer Gesangsgruppe gesprochen“, erinnert sich Karl Heinz Wiegmann zurück. Da mit Lothar Kulle, dessen Frau aus Ossenfeld stammt, ein echter Vollblutmusiker sofort seine Unterstützung zusagte, habe sich Wiegmann an Die Arbeit gemacht. „Am nächsten Tag fragte ich als erstes meinen Nachbarn, ob er mitsingen würde“, erzählt der 87-Jährige. Als Antwort habe er ein klares „Nein“ bekommen. „Aber dann kam gleich die Frage, wer denn sonst noch so mitmachen würde“, erzählt Wiegmann. Spontan habe er die Namen zweier Bekannter genannt. „Allerdings hatte ich die noch gar nicht gefragt“, sagt er und fängt an zu lachen. Seine Wirkung verfehlte dieser kleine Trick aber nicht. Sowohl sein Nachbar als auch die beiden Bekannten machten sofort mit. „Und kurz darauf waren wir dann schon zu acht und konnten zur ersten Singstunde bitten.“

Inzwischen ist die Gruppe weiter gewachsen. „Immer dann, wenn wir irgendwo einen Gastauftritt hatten, konnten wir kurz darauf neue Sänger begrüßen“, freut sich Karl Heinz Wiegmann. Das war nach dem Grenzsteinfest in Varmissen so, das war nach einer Hochzeit in Knutbüren so und das war beim Hasenmelkerfest in Dransfeld so. Kein Wunder daher, dass die Querbeet-Sänger inzwischen aus sieben Ortschaften kommen – und zwar aus Ossenfeld, Knutbüren, Varmissen, Dankelshausen, Laubach und Meensen. „Wir sind kein Verein“, betont Karl Heinz Wiegmann. Außer einer anteiligen Raumnutzungsgebühr für das Ossenfelder DGH würden keine Beiträge erhoben. „Wie bei einer guten Familie werden Aufgaben einfach durch gemeinschaftliche Absprachen verteilt“, sagt er. Dieser familiäre Charakter spiegelt sich auch in den regelmäßigen Treffen und Ausfahrten wider, die häufig zusammen mit den Partnerinnen und Ehefrauen stattfinden. „Und wenn mal einer von uns ins Krankenhaus oder in die Reha muss, dann besuchen wir ihn und versuchen ihn mit einem kleinen Ständchen etwas aufzumuntern“, so Wiegmann. Und das ist bei dem musikalischen Repertoire der „Querbeeter“ auch überhaupt kein Problem. Stets vom musikalischen Leiter Lothar Kulle am Akkordeon oder an der Trompete begleitet, reicht es von Wander- und Heimatliedern über Seemanns- und Schunkellieder bis zu Gassenhauern aus der Schlagerhitparade.

Und weil die Gruppe mit derart viel Spaß und Freude bei der Sache ist, springt der Funke auch immer wieder ganz schnell auf das zumeist begeisterte Publikum über.

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