Ringen um Geld für Städtepartnerschaft

Dransfelder beim „Comice Agricole“: Mitglieder des Vereins für Partnerschaften und internationale Begegnungen der Stadt Dransfeld sowie des Verschönerungsvereins repräsentierten die Hasenmelker voriges Jahr in der französischen Partnerstadt Descartes – ein Beispiel für die interkulturellen Aktivitäten. Archivfoto: nh

Dransfeld. Ausschuss befürwortet je 2000 Euro für dieses und nächstes Jahr für den Verein für Partnerschaften und internationale Begegnungen der Stadt Dransfeld.

Der Verein hatte einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro beantragt. Das belegte der Verein mit Zuschüssen und einer Ausgabenaufstellung aus dem vergangenen Jahr und machte deutlich, dass für eine „planbare Unterstützung im Rahmen der Städtepartnerschaft eine dauerhafte verlässliche Zuschussgewährung durch die Stadt unabdingbar ist.“

Ohne diese Unterstützung wäre es dem Verein nicht möglich, die Aktivitäten in der bisherigen Form aus den laufenden Mitteln zu bestreiten. Der Verein unterstützt die Stadt dabei, die Partnerschaft, die diese mit der französischen Stadt Descartes eingegangen ist, mit Leben zu füllen.

Carolin Schwarz vom Partnerschaftsverein, beratendes Mitglied im Ausschuss Jugend, Tourismus und Soziales, machte in der Sitzung am Montag deutlich, dass der Verein bei der Städtepartnerschaft viele offizielle Aufgaben für die Stadt übernehme und sein Angebot bereits habe zurücknehmen müssen. Mehr sparen gehe nicht, „wir sind an der Grenze“.

Während Dieter Ludewig, CDU, der Meinung war, die Samtgemeinde sei hier auch in der Pflicht, da der Verein den Schüleraustausch unterstütze, machte Günter Grischke, SPD/FWGD, klar: „Wir haben den Partnerschaftsvertrag unterschrieben“, nun müsse man auch dazu stehen.

Bernd Lesser, SPD/FWGD, ergänzte, der kulturelle Austausch stehe im Vordergrund, es sei schön, dass auch die Schüler davon profitierten. Claudia Mielenhausen, Grüne, nannte den Schüleraustausch mit Frankreich einen Punkt für die Standortsicherung der Oberschule in Dransfeld. Der Partnerschaftsverein bezuschusst dieses Jahr die Busfahrt der Oberschule nach Dransfeld mit 1100 Euro. Ihre Frage, ob die Stadt nicht die 6000 Euro, die sie dank des Verschönerungsvereins und des Dransfelder Sportclubs spart - die Vereine kaufen selbst einen Rasenmäher - für die Partnerschaft einsetzen könne, verneinte Gerls: Diese beiden Haushaltsposten ließen sich nicht miteinander verrechnen.

Ralf Kaufmann, Grüne, plädierte dafür, die Summe, die an den Verein gezahlt wird, auf 1000 Euro im Jahr zu halbieren, Andreas Kulle, CDU, sah das genauso.

Eine dauerhafte Zusicherung einer festen Summe könne er vor dem Hintergrund des Zukunftsvertrages nicht empfehlen, sagte Stadtdirektor Marco Gerls.

Am Ende stimmten vier Ausschussmitglieder dafür, dem Städtepartnerschaftsverein in den Jahren 2016 und 2017 je 2000 Euro zu gewähren. Drei stimmten dagegen. 

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