Schäden ermitteln nach dem Unwetter: in Ellershausen hob sich Straße an

Aufräumen: Wie hier am Eselsbach hatten die städtischen Mitarbeiter an vielen Stellen im Stadtgebiet Hann. Münden zu tun, um Ab- und Durchflüsse vom Treibgut zu befreien. Leserfoto: Langhans

Samtgemeinde Dransfeld / Hann. Münden. Zum ersten Mal seit langem reichte das Rohr nicht aus: In Ellershausen drückte das Wasser mit solcher Macht unter die Lange Straße, dass die Fahrbahn sich um 30 bis 40 Zentimeter anhob, berichtet Mathias Eilers, Samtgemeindebürgermeister in Dransfeld. Wie groß der Schaden ist und vor allem, was im Untergrund alles erneuert werden muss, werde nun begutachtet.

Der Starkregen von Freitag hat im Altkreis seine Spuren hinterlassen. Allerorten wurden am Montag noch Schäden begutachtet und beseitigt. Das Problem sei gewesen, dass der Regen auf einer sehr großen Fläche gleichzeitig fiel, beschreibt es Eilers - das Unwetter war einfach überall. So sammelte sich eine besonders große Menge Wasser und floss an den tiefen Stellen zusammen.

Ein zweiten größeren Schaden gab es an der Niemetalbrücke: Dort war ein Baum so auf die Brücke gekracht, dass die Geländer an beiden Seiten beschädigt sind, sagte Eilers. Ob die Brücke selbst ebenfalls gelitten hat, war am Montag noch nicht klar. Darum blieb die Niemetalstraße auch gesperrt. Die Brücke müsse erst geprüft werden. Außerdem waren dort große Mengen an Steinen und Geröll auf die Fahrbahn gerutscht, berichtete Julia Bytom, Sprecherin der Stadt Hann. Münden. Eine Firma wurde angefordert, die Geröllmassen zu beseitigen.

Bewährt habe sich, dass man in Löwenhagen auf Höhe des Campingplatzes das Niederschlagswasser wieder in einem offenen Graben ableite, so Eilers weiter. Viele leichte Ausspülungen an Gräben meldet die Samtgemeinde, und Bankette wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Kraft, die das Wasser entwickelte, könne man an vielen Stellen sehen, so Eilers weiter. Zum Glück habe es keine Verletzten gegeben. Allerdings war in Bühren eine Frau eingeklemmt worden, als angeschwemmtes Holz eine Tür blockierte. Sie musste befreit werden.

In Hann. Münden war die Stadtentwässerung am Freitag doppelt besetzt, berichtet Bytom. Dramatische Einsätze hatten die Mitarbeiter nicht - eben nur solche, die für ein solches Starkregenereignis „normal“ sind. Vom Sturm abgerissene Äste verstopften immer wieder Abflüsse. Am Montag waren die Mitarbeiter zu Kontrollen unterwegs. An den neuralgischen Punkten würden die Regen- und Mischwasserkanäle jetzt vorsorglich durchgespült.

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