Schätze im Museum

Eine ständig wachsende Sammlung: Kleider aus vielen Jahrzehnten in Scheden zu sehen

Trachten sind über Ständer drapiert. Es sind Ausstellungsstücke in Mariannes Heimatmuseum in Scheden in der Quantzstraße.
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Schön dekoriert: In Marianne Beuermanns Heimatmuseum spielt Kleidung aus vielen Jahrzehnten eine große Rolle, auch eine Lederhose für Kinder darf dabei nicht fehlen.

Mariannes Heimatmuseum in Scheden bietet eine seit 20 Jahren wachsende Ausstellung. Gezeigt wird Kleidung aus den vergangenen jahrzehnten. Ihre Familie unterstützt Marianne Beuermann im Museum tatkräftig.

Wer in alten Zeiten schwelgen möchte, findet in Mariannes Heimatmuseum in Oberscheden fast alles, was das Herz begehrt. Seit 2012 kann man dort auch heiraten. „Leider müssen wir aufgrund der Corona-Lage auf unser Fest zum 20-jährigen Bestehen, bei dem wir auch wieder eine Modenschau veranstalten wollten, verzichten“, bedauert Marianne Beuermann.

Zu der umfangreichen Sammlung von Kleidung gehört neben kleinen Loden- und Woll-Mänteln für Kinder, von denen manche mit einem Kragen aus Fell-Imitat ausgestattet sind, eine kurze Lederhose mit geknöpftem Latz und verzierten Hosenträgern.

Umfangreiche Sammlung von Kleidern in Scheden

Neben Taufkleidern werden auch Hochzeitskleider gezeigt. Bei der Kleidung aus zehn Jahrzehnten darf natürlich auch ein elegantes Kleid zum Ausgehen mit den passenden Handschuhen, Schuhen und einer schwarzen Handtasche nicht fehlen. Es diente im Jahr 1952 als Verlobungskleid und wird nun von einer Schaufensterpuppe aus dieser Zeit präsentiert.

Mariannes Heimatmuseum: . Die Schaufensterpuppe Bild zeigt ein elegantes Kleid aus den 1950er-Jahren und die passenden Accessoires.

„Ich habe schon immer alte Dinge und Kleidung gesammelt, die zu schade waren, um sie wegzuwerfen“, erinnert sich Marianne Beuermann an die Zeit vor 20 Jahren. „Als wir dann den Hausstand der Tante auflösen mussten, haben wir ihn geordnet und auf unseren ehemaligen Getreideboden gebracht“, berichtet die frühere Ortsheimatpflegerin.

Das Museum ist über die Jahre stetig gewachsen

„Mit den Jahren ist die Sammlung ständig gewachsen, viele Menschen haben an uns gedacht und gefragt, ob sie Sachen bringen können. Wir haben dann einen weiteren Getreideboden mit Ausstellungsstücken aus den 1950er-, 60er- und 70er-Jahren ausgestattet“, erläutert Marianne Beuermann.

Die Ausstellung zeigt auch Möbel, Lampen und vielerlei Handwerks- und Küchengeräte. Sogar ein Rhönrad, ein Sportgerät des Heimatkunde- und Geschichtsvereins, ist im Museum zu sehen. Über die Leihgaben, die im Museum gezeigt werden, führt Marianne Beuermann sorgfältig Buch. „Kürzlich habe ich bei einer alten Dame Leinenbettwäsche abgeholt. Sie hatte einen Bericht über unser Museum in der HNA gelesen. Aus Hann. Münden habe ich ein kleines Täschchen für Geld erhalten, das genau zu der silbernen Handtasche passt, die wir im Museum zeigen“, berichtet sie.

Die Familie unterstützt Marianne im Museum in Scheden

Unterstützt wird Marianne Beuermann von ihrem Mann Horst. Auch ihr Sohn Karsten und ihre Schwiegertochter Birgit, die unter anderem den Hofladen führt, engagieren sich für das Fortbestehen des Museums.

Info

Mariannes Heimatmuseum in der Quantzstraße 41 in Scheden öffnet nur nach Absprache (Eintritt mit Führung: 2,50 Euro pro Person). Kontakt: Marianne Beuermann, Tel. 0 55 46/6 88.

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