„Schule ist exzellent vorbereitet“

Nach wochenlanger Schließung: Unterricht für Abschlussklassen startet in der Region

Sicherer Abstand: Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (hinten links), Kreisrat Marcel Riethig und Schulleiter Mark Bödefeld (hinten rechts) statteten der Klasse 10 B und ihrer Lehrerin Kathrin Lorenz einen kurzen Besuch ab. 
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Sicherer Abstand: Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (hinten links), Kreisrat Marcel Riethig und Schulleiter Mark Bödefeld (hinten rechts) statteten der Klasse 10 B und ihrer Lehrerin Kathrin Lorenz einen kurzen Besuch ab. 

Für Schüler der Abschlussklassen startete am Montag endlich wieder der Präsenzunterricht an den meisten Schulen. 

Nach wochenlanger Schließung sämtlicher Schulen wegen der Coronapandemie startete am Montag an den Oberschulen und den weiterführenden Schulen zumindest für die Abschlussklassen wieder der Präsenzunterricht. Kreisrat Marcel Riethig und Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers machten sich an der Dransfelder Oberschule am Hohen Hagen ein Bild von der ungewohnten Situation.

„Diese Schule ist exzellent vorbereitet auf die neuen Umstände“, lobten die beiden Besucher, nachdem sie bei einem der kleinen Klassenverbände in den Unterricht hineingeschnuppert und mit Schulleiter Mark Bödefeld ein ausführliches Gespräch geführt hatten. „Das ist ein ganz neues und für uns völlig unbekanntes System, da wir so noch nie mit Schülern zusammengearbeitet haben“, hatte Bödefeld berichtet.

Beim Präsenzunterricht finden bis zum 18. Mai in den beiden zehnten Klassen sowie einer neunten Klasse der Oberschule ausschließlich Vorbereitungen für die anstehenden Abschlussprüfungen statt. Die drei Klassen wurden in jeweils zwei Gruppen von sieben bis acht Schülern geteilt, die in tageweisem Wechsel unterrichtet werden. „Sollte sich ein Schüler selbst einer Risikogruppe zugehörig fühlen, teilt er dies der Schulleitung und dem Klassenlehrer mit und nimmt dann nicht am Präsenzunterricht teil, sondern lernt weiterhin zuhause“, so Bödefeld.

Maskenpflicht auf dem Schulgelände 

Im Schulgebäude und auf dem gesamten Schulgelände herrsche Maskenpflicht – außer im Klassenraum selbst, wo die Schüler in großem Abstand voneinander einzeln an Tischen sitzen. Alle sind angehalten, an dem für sie gekennzeichneten Platz zu sitzen, nicht umherzulaufen, die Tische nicht zu verschieben, sich jeweils beim erstmaligen Betreten der Schule gründlich die Hände zu waschen, die Pause in einem nur für ihren Klassenverband bestimmten Innenhof zu verbringen, bestimmte Regeln beim Toilettengang sowie den vom Land Niedersachsen herausgegebenen Hygieneplan zu beachten.

„Die größte Herausforderung für uns als Lehrkräfte ist es derzeit, tatsächlich jeden Schüler zu erreichen und auf dieser ungewohnten Reise mitzunehmen“, meinte Mark Bödefeld. Auch wenn das Homeschoolig insgesamt „recht gut“ funktioniere, sei es wichtig, in dieser Situation von Seite der Schule aus immer ein offenes Ohr zu haben. „Viele Schüler und Eltern sind verunsichert und haben Fragen“, so Bödefeld. Er habe ein wenig Angst, gerade sozial schwächere Familien auf diesem Weg zu verlieren. „Da ist Fingerspitzengefühl und gesunder Menschenverstand gefragt“, so der Schulleiter. Wenn beides jedoch vorhanden sei, dann finde man auch für alles eine Lösung.

„Mein Ziel mit diesem Besuch war es nicht nur, mir einen Eindruck zu verschaffen, wie es wieder losgeht an den Schulen, sondern auch drei Botschaften zu überbringen“, meinte Kreisrat Marcel Riethig.

„Als Schulträger wissen wir, dass dies eine Ausnahmesituation für alle Beteiligten ist und der Landkreis bedankt sich ausdrücklich dafür, dass das so gut funktioniert“, so Riethig.

Lockerungen nur schrittweise 

Gleichzeitig stehe man vor einer noch größeren Herausforderung, wenn in den kommenden Wochen der Schulbetrieb nach und nach immer weiter hochgefahren wird. „Damit auch das gelingen kann, bitte ich alle, am Ball zu bleiben und dabei mitzumachen.“

Als Drittes warb der Kreisrat um Verständnis dafür, dass die Lockerungen nur schrittweise kommen. „Man muss einfach abwägen, was in dieser Situation möglich und vertretbar ist“, so Riethig. Und was aktuell möglich sei und wie damit umgegangen werden müsse, dafür sei die Oberschule in Dransfeld ein vorbildliches Beispiel.

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