Dransfeld will Anteile an Sozialstation verkaufen

Ellershausen. Nach der Stadt Hann. Münden hat jetzt auch die Samtgemeinde Dransfeld beschlossen, ihre Anteile an der Sozialstation Hann. Münden-Staufenberg-Dransfeld GmbH an das Deutsche Rote Kreuz zu verkaufen.

Mit bis zu 120 Kunden ist die Sozialstation seit 30 Jahren einer der großen Pflegedienst-Anbieter im Gebiet der drei Kommunen.

Er wird unter dem eigenen Anspruch einer hohen Pflegequalität, bester Qualifikation der Mitarbeiter und Versorgung der gesamten Fläche geführt. Im Bereich der Samtgemeinde Dransfeld liegen die Fallzahlen im Durchschnitt bei weniger als zehn Kunden.

Die Wurzeln der Sozialstation sind bei den Kommunen zu finden (frühere Tätigkeit der „Gemeindeschwester“). „Angesichts des sich in ständiger Bewegung befindenden Sektors der ambulanten Pflege wurden seitens der Geschäftsführung schon seit längerer Zeit Überlegungen initiiert, durch eine strukturelle Veränderung und die damit mögliche Ausnutzung von Synergieeffekten die Sozialstation zukunftssicher aufzustellen“, berichtete Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers in der jüngsten Ratssitzung.

Diese Umstrukturierung sei zunächst innerhalb des Gesellschafterkreises angestrebt worden, zu dem die Stadt Hann. Münden (42,71 Prozent), die Gemeinde Staufenberg und die Samtgemeinde Dransfeld (je 12,84 Prozent), der DRK Kreisverband Münden und der AWO Kreisverband Göttingen (je 14,32 Prozent) sowie der Paritätische Niedersachsen (2,97 Prozent) gehören.

Da ein stärkeres Engagement der drei kommunalen Gesellschafter aus verschiedenen Gründen nicht in Betracht komme, seien die drei nicht-kommunalen Gesellschafter gefordert. Nachdem der Paritätische Niedersachsen im Vorfeld eine Erhöhung seiner Beteiligung abgelehnt hatte, signalisierten sowohl AWO als auch DRK ihre Bereitschaft dazu. Beide Interessenten erklärten, die Sozialstation so wie bisher weiterführen zu wollen, verbanden ihr Angebot aber mit der Bedingung, mindestens 75 Prozent der Geschäftsanteile zu erhalten.

Während bei der Abstimmung 16 Ratsmitglieder mit Ja votierten, enthielten sich die drei Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen der Stimme. Der Linken-Abgeordnete Ulrich Maschke stimmte sogar dagegen, weil er durch den Verkauf Beeinträchtigungen für die Mitarbeiter der Sozialstation befürchtet.

Eine Sorge, die Bürgermeister Mathias Eilers als „unbegründet“ abtat, weil durch die Umstrukturierung der Sozialstation neben der Qualität der Pflege gerade auch die Arbeitsplätze gesichert würden. (per)

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