Kinder und Erzieher betrübt

Spielzeug wurde angezündet: Vandalismus in der Kita Bühren

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Sichtbarer Schaden: Bruno (links) und Julius verstehen nicht, warum jemand ihre Spielsachen ansteckt. 

Bühren. Die Stimmung in der DRK-Kita Bühren im Kreis Göttingen ist getrübt: Unbekannte haben auf dem Spielgelände randaliert. Unter anderem wurde Plastikspielzeug angezündet. 

Vor sechs Wochen haben die Kinder der DRK-Kindertagesstätte (Deutsches Rotes Kreuz) in Bühren mit ihrer Sonnenblumenzucht begonnen. Ganz intensiv haben sie sich täglich um die feinen Pflänzchen gekümmert. Als die Pflanzen eine Wuchshöhe von 20 bis 30 Zentimetern erreicht hatten, wurden sie entlang des Kindergartenzauns gepflanzt, jede versehen mit einem gebastelten Namensschild. 

„Die Kinder hatten sich das so schön vorgestellt, wenn die Reihe Sonnenblumen entlang des Zauns sonnengelb blühen würde“, meinte Kita-Leiterin Reinhild Mönnikes-Meng. Doch leider währte der Traum nicht lange.

Vor drei Wochen entdeckten die Kinder, dass von den Blumen nur noch die Stümpfe standen. „Die Enttäuschung der Kinder war riesengroß. Warum macht man so was? Die Kinder und auch wir Erzieher waren völlig sprachlos über diese sinnfreie Tat“, so Mönnikes-Meng. 

Enttäuscht meinte Bruno: „Aus dem Kindergarten kann das keiner gewesen sein. Vielleicht können wir ja Überwachungskameras anbauen.“ Und es war keine Einzeltat. Kürzlich entdeckten die Kinder auch, dass das ganze Spielzeug im Garten verstreut lag, das jeden Kindergartentag ordentlich in die Gartenhütte eingeräumt wird.

Vandalismus in der Kindertagesstätte Bühren: Von einem Kirschbaum, dessen Äste in den Garten ragen wurde von bisher Unbekannten mit dem Kirschsaft der gepflegte Holzzaun beschmiert, Spielgeräte von ihren Orten verrückt.

Auch die kleine Gartenhütte, in der die Spielsachen untergebracht sind, stand sperrangelweit offen. In einem anderen kleinen Spielhäuschen wurde eine kleine Plastikküche teilweise in Brand gesteckt, das geschmolzene Plastik des umlaufenden Handlaufs tropfte auf den Fußboden. 

„Wir haben die Vorgänge bei der Polizei gemeldet und alle Nachbarn rundherum sind informiert, dass sie langfristig ein intensives Auge außerhalb der Öffnungszeiten auf unseren Kindergarten haben. Wir hoffen, dass das ganze Dorf einen Blick auf unser Gelände hat und wer auch immer sich hier auf dem Gelände außerhalb unserer Öffnungszeiten aufhält, angesprochen wird und merkt, dass hier nach diesen Vorfällen deutlich mehr aufgepasst wird. Wir hoffen durch den so entstehenden Druck, dass solche unsinnige Taten nicht mehr passieren, da diejenigen sich ab jetzt nicht mehr unbeobachtet fühlen können“, sagt Mönnikes-Meng. 

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