Blüh-Inseln entstehen in Dransfeld

Tisch wird für Insekten gedeckt

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Dransfeld blüht auf: Auch am Feuerlöschteich mitten in der Stadt soll es demnächst bunter blühen. 

Dransfeld. Mit der Initiative „Dransfeld blüht auf“ wollen verschiedene Vereine und Institutionen aus der Hasenmelkerstadt ein Zeichen setzen und aktiv etwas gegen den dramatischen Rückgang von Schmetterlingen und Wildinsekten tun.

„Wer mit offenen Augen durch die Landschaft fährt, dem fällt auf, dass immer mehr Flächen für den Anbau von Nahrungsmitteln und Energiepflanzen genutzt werden“, sagt Christian Grischke. Der damit einhergehende Schwund von Wiesen, Weiden und bunten Wegrainen nehme vor allem den Wildinsekten Lebensraum und Nahrungsgrundlage. „Als Hobbyimker ist mir der Rückgang von Bienen in den vergangenen Jahren natürlich besonders aufgefallen“, so Grischke.

Daher habe er sich Gedanken gemacht, wie in Dransfeld etwas für den Erhalt der nützlichen Insekten getan, mehr Natur in die Stadt geholt und gleichzeitig das Wohnumfeld verschönert werden könne. Heraus gekommen ist die Aktion „Dransfeld blüht auf“, für die Grischke den Dransfelder Gewerbeverein (dessen Vorsitzender er ist), den Naturschutzbund (Nabu) Samtgemeinde Dransfeld, den örtlichen Verschönerungsverein und die Stadt gewinnen konnte.

„Gemeinsam wollen wir ein Angebot an blühenden Wildpflanzen als Nahrungsquelle und Lebensraum für unsere heimische Tierwelt schaffen und attraktive Blühanblicke in die Stadt bringen“, sagt Grischke. Das soll nun auf verschiedenen Flächen im Stadtgebiet geschehen. So wird etwa an der Sporthalle Lange Trifft in Kürze auf öffentlichem Grund ein Saatbeet vorbereitet, um dort einen blühenden Saumstreifen einzurichten. Am Campingplatz stellte Betreiberfamilie Lesser eine weitere Fläche als Blühstreifen zur Verfügung. Und auch am Feuerlöschteich und weiteren Flächen sollen künftig Wildblumen blühen.

„Das Saatgut für die Wildblumenmischung wurde speziell für ‘Dransfeld blüht auf‘ zusammengestellt und eignet sich bestens für die Bedingungen in der Stadt“, sagt Christian Grischke. Insgesamt 1500 Saatguttütchen, die jeweils für das Bepflanzen eines Quadratmeters Boden reichen, habe man herstellen lassen.

Die Kosten dafür hätten sich die Akteure (außer der Stadt Dransfeld, die lediglich Flächen zur Verfügung stellt) geteilt, wobei er selbst 300 Euro aus eigener Tasche beigesteuert habe. 1200 Saatguttüten seien am 9. März beim Aktionstag „Dransfeld blüht auf“ in den Geschäften der Stadt kostenlos an Bürger verteilt worden – zusammen mit einer Anleitung, damit die Ansaat auch gelingt. „So kann sich jeder artenreiche bunte Blühfenster in den eigenen Garten oder den Balkonkasten holen und selbst Lebensraum und Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten schaffen“, sagt Grischke, dessen spezieller Dank an Helga Zeddies vom Nabu Samtgemeinde Dransfeld geht. „Ohne ihre Mithilfe und ihr großes Engagement wäre diese Aktion nie zustande gekommen“, sagt er. 

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