Mehrere hundert Besucher kamen zum Fest für Toleranz in die Dransfelder  Stadthalle

Vielfalt war mit allen Sinnen zu erleben

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Geschmackvoll: Mattis Abendroth, Max Stichtenoth, Schulsozialpädagogin der Schule am Hohen Hagen Alexandra Oechsner und Michelle Weseler von der Übungsfirma Tea Time mixten alkoholfreie Cocktails.

Dransfeld. „Herzlich willkommen – Wer immer Du bist!“ hieß es am Samstag beim dritten Fest für Vielfalt und Toleranz in der Dransfelder Stadthalle, organisiert vom Präventionsrat.

Hunderte von Gästen waren gekommen, um sich das bunte Programm anzuschauen, bei einer der vielen Aktionen dabei zu sein und um es sich am köstlichen internationalen Buffet schmecken zu lassen.

Die Trommelgruppe der Göttinger Werkstätten machte mit rhythmischen Klänge den Anfang, weiter ging es mit den Mädchen und Jungen der Kita am Hohen Hagen, die für die Besucher einen Tanz aufführten. Die Kinder der Grundschule Dransfeld sangen, tanzten und zeigten in kreativen Kostümen ein Theaterstück zum Thema Vielfalt. Die Kinder der Grundschule Scheden sagten selbstbewusst Texte rund um Toleranz auf, und der Dransfelder Chor „Chornetto Spezial“ sang für die Besucher. Es gab außerdem Lieder gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Nationalsozialismus, gesungen von Heiner Zamponi, der sich selbst „Dransfelder Stadtmusikant mit Migrationshintergrund“ nannte.

Außerdem gab es einen Seniorentanz, Pastor Christoph Wiesenfeld erzählte auf der Bühne von der Konfirmandenarbeit in Dransfeld, und das Duo Philippe Palü Palodetto und Justin Ciuche coverte mit Gitarre und Geige Songs der Band Placebo.

Zahlreiche Vereine und Organisationen präsentierten sich in der Halle mit Infoständen und Mitmachaktionen. Bei der aufsuchenden Jugendarbeit konnten die Besucher aus bunten Holzstäben eine sogenannte Leonardo-Brücke bauen – eine Konstruktion im Flechtprinzip, bei der sich die Bauteile durch geschicktes Verbinden gegenseitig stützen, ohne dass Fixiermittel Nägel oder Seile nötig sind. Dies kann auch symbolisch auf eine Gemeinschaft übertragen werden, die sich gegenseitig trägt, aus eigener Kraft, indem sie zusammenhält.

Es gab Fragen zum Thema Flüchtlingspolitik, mit denen sich schon die Kinder interessiert auseinandersetzten und am Stand der Diakonie eine Schätzfrage: „Wie hoch ist die aktuelle Anzahl der Flüchtlinge weltweit?“, wollte Barabara Jankowski von den Besuchern wissen. Kleine orangefarbenen Tischtennisbälle warteten darauf, in Gläser mit verschiedene Zahlen geworfen zu werden. Schnell hatte sich der Behälter mit der größten Zahl, 60 Millionen, gefüllt. Die meisten Besucher lagen mit ihrer Einschätzung richtig.

Das Fest für Vielfalt und Toleranz bot vielen ein Forum, um sich und ihre Arbeit zu präsentieren, anderen, um sich zu informieren.

Die Schüler der Oberschule zeigten Kunst zum Thema Vielfalt, und Frauen verschiedenster Nationen hatten bereits am Freitag begonnen, schmackhafte Gerichte mit exotischen Namen wie Pljuschki (aus Kasachstan) und Sauerkrautsuppe (aus Polen) vorzubereiten. Es war eine schöne und wichtige Gelegenheit, sich mit einem ernsten Thema auf eine Art und Weise auseinanderzusetzen, die die Menschen näher zusammenbringt.

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