Neuer Name: „VR-Bank in Südniedersachsen eG“

VR-Bank: Fahrplan für Volksbank-Fusion steht - 19 Standorte

Folkert Groeneveld

Dransfeld. Der Fahrplan für die Fusion der in Dransfeld ansässigen VR-Bank in Südniedersachsen mit der Volksbank Weserbergland in Holzminden steht.

„Die Fusion soll in den Vertreterversammlungen der beiden Volksbanken im Juni rückwirkend zum 1. Januar 2017 beschlossen werden“, sagte Vorstand Folkert Groeneveld auf Anfrage. Zuvor finden in diesem Monat die Regionalversammlungen der Vertreter statt, in der über die Fusion informiert wird.

Die neue Genossenschaftsbank wird den Namen „VR-Bank in Südniedersachsen eG“ tragen und seinen Sitz in Holzminden haben - eG steht dabei für eingetragene Genossenschaft. „Entsprechend der Aufgabenteilung ist eine Arbeit der Vorstände an den beiden Standorten Holzminden und Dransfeld beabsichtigt. Ziel ist es, eine stetige Präsenz der Geschäftsleitung im gesamten Geschäftsgebiet zu gewährleisten“, heißt es.

Geleitet werden soll die Bank zunächst von den beiden Dransfelder Vorständen Folkert Groeneveld und Jens Ripke sowie von den beiden bisherigen Weserbergland-Vorständen Jürgen Freitag und Manfred Schäfer. In drei Jahren soll der Vorstand dann im Rahmen einer Ruhestandsregelung auf drei verkleinert werden.

Das Ziel der Fusion sei „aus der jeweils wirtschaftlich starken Position beider Banken eine noch leistungsstärkere und zukunftsfähige Genossenschaftsbank mit einer herausragenden Marktstellung in der Region zu schaffen“, unterstrich Groeneveld jetzt in der traditionellen Winterveranstaltung der VR-Bank vor rund 120 Landwirten.

Beide Institute haben zusammen rund 26000 Mitglieder und verfügen über eine Bilanzsumme von knapp über einer Milliarde Euro.

In die Umsetzungsphase gingen beide Institute bei der Vertreterversammlung im Juni vergangenen Jahres in Dransfeld. Damals unterzeichneten sie eine Kooperationsvereinbarung zur Fusion.

Geschäftsstellen sollen erhalten bleiben

Wenn die VR-Bank in Südniedersachsen und die Volksbank Weserbergland zur neuen VR-Bank in Südniedersachsen fusionieren, entsteht eine Bank, die von der Ottensteiner Hochebene bis kurz vor die Tore von Kassel reicht, den Landkreis Holzminden sowie Teile des Landkreises Göttingen und Northeim umfasst.

Das neue Institut hat im vergangenen Jahr zusammen rund 51 400 Kunden betreut und einen Umsatz von 1,038 Milliarden Euro erzielte. Das Volumen der Kundenkredite beträgt zusammen rund 465 Millionen Euro und das der Einlagen auf rund 728 Millionen Euro. Zusammen mit den Mitarbeitern im Dransfelder Warengeschäft beschäftigt die Bank über 300 Personen.

"Ob Filialen in der Zukunft geschlossen werden, beantwortet uns grundsätzlich die Nutzungsintensität unserer Mitglieder und Kunden."
vr-bank

Die Zahl der Standorte wird mit 19 angegeben. Die Geschäftsstellen sollen erhalten bleiben, kündigte die Bank an, betont aber auch, "ob Filialen in der Zukunft geschlossen werden, beantwortet uns grundsätzlich die Nutzungsintensität unserer Mitglieder und Kunden".

Die Volksbank sagt weiter, dass Mitglieder und Kunden eine "zukunftsfähige VR-Bank langfristig vor ihrer Haustür behalten mit allen Bankdienstleistungen und Investitionen in der Region". Durch den Zusammenschluss sei sie in der Lage, ihre Beratungskompetenz durch stärkere Spezialisierung noch weiter auszubauen und das Leistungsspektrum noch gezielter an die individuellen Bedürfnisse der Mitglieder und Kunden anzupassen.

Abgeschlossen werden soll die Fusion mit der Eintragung ins Genossenschaftsregister und den technischen Zusammenschluss beider Banken. Beides soll im September erfolgen.

Geleitet werden soll die Bank zunächst von den beiden Dransfelder Vorständen Folkert Groeneveld und Jens Ripke sowie von den beiden bisherigen Weserbergland-Vorständen Jürgen Freitag und Manfred Schäfer.

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