Aus zwei Volksbanken wird eine

VR-Bank Südniedersachsen und Volksbank Weserbergland fusionieren

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Abstimmung: Alle 88 Vertreter der VR-Bank in Südniedersachsen votierten für die Verschmelzung mit der Volksbank Weserbergland in Holzminden. 

Dransfeld. Die VR-Bank Südniedersachsen in Dransfeld und die Volksbank Weserbergland in Holzminden sind jetzt eins: Ihr neues Institut trägt den Namen VR-Bank in Südniedersachsen.

Es fusioniert rückwirkend zum 1. Januar 2017, hat zusammen rund 320 Mitarbeiter und weist eine Bilanzsumme von zusammen knapp über eine Milliarde Euro aus. „Wir fusionieren auf Augenhöhe“, betonte der alte und neue Vorstandsvorsitzende, Folkert Groeneveld.

Die 88 Mitglieder der Vertreterversammlung der alten VR-Bank in Südniedersachsen segneten die Fusion in ihrer Versammlung in der Dransfelder Stadthalle einstimmig ab, nachdem das Partnerinstitut diesen Schritt bereits am Tage zuvor mit einer Zustimmung von 98,4 Prozent vollzogen hatte. Juristischer Sitz der neuen Genossenschaftsbank wird Holzminden sein. Als zweiter Hauptsitz wird weiter Dransfeld dienen.

Groeneveld sagte, dass durch die Verlegung des juristischen Sitzes die Steuerzahlungen an die Samtgemeinde Dransfeld nicht betroffen werden würden. Sie richteten sich nach den Lohnsummen.

Groeneveld führt die Bank gemeinsam mit seinem bisherigen Kollegen Jens Ripke und den beiden bisherigen Vorständen aus Holzminden, Jürgen Freitag und Manfred Schäfer. In einigen Jahren soll der Vorstand auf drei Mitglieder verkleinert werden.

Von Hehlen bis Uschlag - von Beverungen bis Greußen

Aufsichtsratsvorsitzender bleibt Reinhard von Werder (Jühnde), sein neuer Stellvertreter wird Dr. Hubertus Müller-Stauch (Holzminden). Der Aufsichtsrat umfasst 16 Personen, jeweils acht aus beiden Banken.

Aus dem alten Aufsichtsrat wurden Ernst-Hartwig Spangenberg (Hardegsen-Lutterhausen), Andreas Fricke (Kalefeld-Echte), Arno Homann (Wollershausen) und Stefan Schaberg (Duderstadt) verabschiedet. Spangenberg und Fricke werde sich im neu zu bildenden Warenbeirat der Bank weiter engagieren.

Verabschiedungen aus dem Aufsichtsratsrat: Unser Bild zeigt (von links) die Vorstände Jens Ripke und Folkert Groeneveld mit den scheidenden Aufsichtsratsmitgliedern Stefan Schaberg, Arno Homann, Ernst-Hartwig Spangenberg und Andreas Fricke. Für die Vollansicht, bitte in den rechten oberen Rand des Bildes klicken.

Das Verbreitungsgebiet der neuen Bank reicht von Hehlen im Norden bis Uschlag im Süden und von Beverungen im Westen bis Greußen im Osten. Es wird insgesamt 21 Bankstandorte geben. Wichtiges Standbein bleibt das Warengeschäft unter anderem mit Standorten in Duderstadt, Moringen, Kalefeld und Staufenberg.

Aufsichtsrat und Vorstand betonten, dass die Verschmelzung die Bank zukunftsfähiger machen soll. Ziele seien die Bündelung der Kräfte, eine Leistungssteigerung, eine weitere Spezialisierung und Digitalisierung, ein Ausbau der Mitglieder- und Kundenbetreuung sowie Kostensenkungen. Groeneveld betonte, es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Aktuelle und künftige Herausforderungen seien das „Schreckgespenst“ der Minuszinsen, die Regulatorik, das Eigenkapital und die demografische Entwicklung. 

Hintergrund: Kundenkredite in Millionenhöhe

Die neue Bank wird zusammen Kundenkredite in Höhe von 466 Millionen Euro und Einlagen in Höhe von 728 Millionen Euro betreuen. Das Ergebnis der letzten drei Jahre lag zusammen bei durchschnittlich 16,4 Millionen Euro. Die Anzahl der Kunden liegt bei rund 51400, die der Mitglieder bei rund 26000.

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