Weserbergland-Distanzritt in Scheden

"Das ist wie ein Marathon mit dem  Pferd"

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Über Stock und Stein: Distanzreiter bringen mit ihren Pferden große Strecken hinter sich. Auf dem Foto reitet Anne Wegner den zehnjährigen Juvi von Tim Unser, der seinen ersten 100 Kilometer-Ritt bestreiten wird. 

Scheden. Scheden ist ein pferdebegeisterter Ort. Viele Reitställe haben sich dort angesiedelt, das lassen schon die Wiesen rund um das Dorf erahnen, auf denen Pferde und Ponys grasen.

Am 18. und 19. August werden es noch einige mehr werden: Der Aynur Endurance Stable lädt zum Weserbergland Distanzritt ein.

Die Organisatorin ist Inhaberin Anne Wegner. 2017 gewann die Distanzreiterin Gold bei der Deutschen Meisterschaft in Neustadt Dosse auf 162 Kilometern. 6000 Wettkampfkilometer hat die 28-Jährige bereits gesammelt. Mit zehn Jahren hat sie begonnen Distanz zu reiten. Für ihren Sport reist sie heute durch die ganze Welt, sogar in Südafrika hat sie schon an Wettkämpfen teilgenommen. Mit ihren eigenen Pferden startet sie bei Ritten in Europa, dafür wird schon mal ein Pferd ins Flugzeug geladen. 2019 vertritt sie Deutschland bei den Europameisterschaften in England.

Nächstes Wochenende lädt sie in ihren Stall nach Scheden ein, wo sie Pferde und Reiter ausbildet. Um die 80 Teilnehmer mit Pferden und Begleitern werden erwartet, das macht rund 200 Besucher. „Distanzreiten ist wie ein Marathon mit dem Pferd“, sagt Anne Wegner. Für die Veranstaltung hat sie fünf verschiedene Routen ausgearbeitet. Teilnehmer können sich für 35, 60, 80, 100 oder 120 Kilometer entscheiden. Start und Ziel ist jeweils der Stall in Scheden.

Dort kommen Reiter und Pferd immer wieder vorbei und müssen eine tierärztliche Untersuchung bestehen. „Sie ruhen sich für 40 Minuten aus. Der Tierarzt untersucht die Pferde unter anderem auf Druckstellen, hört nach Darmgeräuschen und schaut sich den Gang an.“ Gesunde Teams dürfen weiter.

Die Wege führen von Scheden über die Dörfer Dankelshausen, Bühren, Mielenhausen, Hemeln und durch den Mündener Stadtwald und den Bramwald. „Man darf auf allen zweispurigen Wegen, also solchen, die mit Autos befahrbar sind, reiten“, sagt Anne Wegner. Natürlich seien auch Wiesenwege und Schotter Teil der Strecke. Die Hufe der Pferde sollten deshalb durch Eisen geschützt sein.

Reiter nehmen manchmal sogenannte Trosser mit, erklärt Wegner. Das sind Begleiter, die an vereinbarten Stellen mit Wasser für Pferd und Reiter warten und Ersatzausrüstung dabei haben. An kurzen Distanzritten können generell alle Reiter teilnehmen, so Wegner. Einsteiger können sich durch Seminare vorbereiten. Um längere Strecken zu absolvieren, müssen Reiter das Distanzabzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ablegen oder sich über Ritte qualifizieren.

Teilnehmer erhalten eine Karte des Weges, der auch vor Ort ausgeschildert ist. Wer am Weserbergland Distanzritt teilnehmen möchte, kann sich noch anmelden. Für Kinder wird eine Strecke von sieben Kilometern angeboten.

Der Aynur Endurance Stable lädt für den 18. und 19. August zum dritten Weserbergland Distanzritt nach Scheden ein. Start und Ziel ist der Distanzstall, Saures Feld 23, in Scheden. Die ersten Reiter starten um sechs Uhr morgens. Der Kinderritt findet am Sonntag, 19. August, statt.

Essen und Trinken wird für Pferde, Reiter und Besucher angeboten. Am Stall können Besucher die Veranstaltung beobachten.

Interessierte Reiter können sich noch anmelden. Ein Anmeldeformular gibt es auf www.weserberglanddistanz.de. Dort können auch die Strecken eingesehen werden. Informationen zum Stall sind unter www.anne-wegner.de zu finden.

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