Dransfeld: Wettbewerb um Ideen für die Kreiselmitte

Gauß: Ein Aushängeschild für Dransfeld.

Dransfeld. Die Kreuzung am östlichen Dransfelder Ortseingang soll ab April zum Kreisverkehr umgebaut werden.

Die Ausschreibung ist abgeschlossen, das günstigste Angebot machte die Firma Wilhelm Bracht GmbH aus Bovenden, berichtete Stadtdirektor Marco Gerls am Montag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt: gut 658.000 Euro für alles - außer der Kreiselmitte. Davon entfallen 432.181 Euro auf den Straßen- und Landschaftsbau, den die Stadt Dransfeld und der Bund im Verhältnis 39 zu 61 Prozent bezahlen - die Stadt muss also 168.550 Euro aufbringen. Damit sei das Ergebnis sogar günstiger ausgefallen als die Kalkulation vorab.

Straßenbau, Landschaftsbau, Kanal- und Wasserleitungsbau sowie Deckensanierung waren für den Bau des Kreisverkehrs in Dransfeld zusammen ausgeschrieben worden.

Für die Deckensanierung ist der Bund zuständig, für den Kanal- und Wasserleitungsbau der Wasserverband Peine.

Den Straßen- und Landschaftsbau muss zunächst die Stadt Dransfeld bezahlen, erhält aber vom Bund 61 Prozent dieser Kosten erstattet.

Insgesamt 18 Baufirmen hätten Unterlagen abgefordert, 14 meldeten sich rechtzeitig zurück, berichtete Gerls. Die Angebote lagen dabei weit auseinander, der Mittelwert lag um die 800.000 Euro. Vorbehaltlich der üblichen rechnerischen Prüfung stimmten die Ausschussmitglieder alle zu, den Auftrag an den günstigsten Bieter zu vergeben.

Die Kreismittelinsel ist in dieser Rechnung nicht enthalten, denn: Günther Schwethel, Grüne, hatte beantragt, die Kreiselmitte in die Regie der Stadt zu übernehmen und einen Ideenwettbewerb auszuschreiben. Damit soll vermieden werden, dass die Kreismitte als Werbefläche vermietet wird. Stattdessen solle der Kreisel, dann Eingangstor zur Stadt, eine Visitenkarte Dransfelds werden.

Dieter Ludewig, CDU, sagte, am besten wäre, wenn derjenige mit der Idee diese auch selbst umsetze und pflege, damit der Stadt keine Kosten entstünden. Das aber, so die Befürchtung der Grünen, könnte dann eventuell doch wieder auf eine Werbe-Einrichtung hinauslaufen, was man nicht wolle.

Ohne Kosten ist die Gestaltung nicht zu machen, da waren sich die Ausschussmitglieder einig. Diese müsse man im Blick behalten, so Schwethelm. So heißt es im Beschlussvorschlag auch, dass Spenden akquiriert werden sollen. Außerdem, so berichtete Gerls auf eine Nachfrage im Ausschuss, leiste der Bund eine Abstandszahlung, wenn die Stadt die Kreiselmitte in ihre Regie übernimmt - sonst wäre nämlich der Bund für die Pflege verantwortlich. Die Grundgestaltung der Kreiselmitte wäre Rasen, so Gerls. Bestimmte große Aufbauten seien nicht möglich, um die Verkehrssicherheit nicht zu beeinträchtigen.

In der Ausschreibung des Ideenwettbewerbs, schlug Ausschussvorsitzender Gerald Bindseil vor, sollten all diese Dinge schon möglichst genau aufgeführt werden.

Mit dem Zusatz, die Gestaltung der Kreiselmittel solle wirtschaftlich, pflegeleicht und verkehrsunbedenklich erfolgen, stimmten auch diesem Punkt alle Ausschussmitglieder zu.

Nach Möglichkeit soll die Kreiselmitte während der Kreisverkehrsbauzeit gleich mitgestaltet werden.

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