Investoren könnten noch dieses Jahr bauen

Windflächen unter der Lupe: Lebhafte Diskussion um zukünftige Standorte

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Nördlich von Dransfeld: An das bestehende Gebiet, auf dem sich schon lange die Rotoren drehen, soll eine Erweiterung kommen.

Samtgemeinde Dransfeld. Aus ursprünglich einmal drei vorgesehenen Windvorrangflächen sind inzwischen zwei geworden.

Die bei Varlosen fiel weg, weiterhin im Entwurf des Flächennutzungsplanes stehen die Fläche nördlich von Dransfeld sowie die zwischen Jühnde und Bördel, skizzierte es kurz Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers zu Beginn der öffentlichen Informationsveranstaltung am Mitttwoch in der Stadthalle.

Er machte noch einmal deutlich, dass es Ziel der Samtgemeinde sei, einen „hinreichend rechtsfesten Flächennutzungsplan“ aufzustellen.

Fachmann von außen 

Windvorrangflächen: Nördlich von Dransfeld (Zeichnung links) und zwischen Jühnde und Bördel (Zeichnung unten rechts) weist der Entwurf des Flächennutzungsplans der Samtgemeinde Windvorrangflächen aus. Dransfeld und Jühnde liegen bei der hier gezeigten Perspektive jeweils unterhalb des Bildrandes.

Warum das so wichtig ist und in welchem gesetzlichen Bereich die Samtgemeinde sich damit bewegt, das erläuterte Dirk Puche vom Planungsbüro Lange Puche aus Northeim. Das Büro hat viel Erfahrung mit der Aufstellung von Flächennutzungsplänen, ist aber nicht mit dem Dransfelder Plan befasst, sodass Puche als Fachmann von außen einen Blick auf die Situation werfen und Fragen beantworten konnte.

Mit auf dem Podium waren außerdem Ingrid Weide von der Windkraft Solling Vorland GmbH aus Adelebsen, die auf der Dransfelder Fläche eine Anlage errichten will, wo sie bereits zwei betreibt, sowie Nils Niescken, Geschäftsführer von NWind GmbH aus Hannover, die den Windpark mit fünf Anlagen bei Jühnde bauen will. Die Moderation übernahm Doreen Fragel, Geschäftsführerin der Energieagentur Göttingen.

Zur Informationsveranstaltung habe er zu diesem Zeitpunkt eingeladen, weil der Entwurf des Flächennutzungsplanes einige Wochen ausliege und jeder die Chance hatte, sich ihn anzuschauen. Daraus hätten sich nun möglicherweise Fragen ergeben, die nun gestellt werden könnten.

Bis zum 30. April kann der Entwurf des Flächennutzungsplanes sowohl im Rathaus als auch auf der Website der Samtgemeinde eingesehen und es können Stellungnahmen dazu abgegeben werden.

Diese werden dann erneut abgewägt, bevor das Werk in die Räte geht. Mit einem Feststellungbeschluss rechne er frühestens Mitte Juni, dann muss erst der Landkreis den Plan genehmigen, der dafür drei Monate Zeit hat und diese meist auch brauche.

Die Investoren können parallel dazu schon die Baugenehmigung beantragen, sodass sie noch dieses Jahr bauen könnten.

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