Windkraft in Dransfeld: Neuer Plan wird öffentlich gemacht

Höhenbeschränkung in den Entwurf eingearbeitet: Hier die Skizze der Windvorrangfläche zwischen Jühnde und Bördel aus dem aktualisierten Entwurf des Flächennutzungsplanes. Bördel liegt in dieser Ansicht oberhalb der Fläche, Jühnde unten. Die Beschränkung gilt auch für die neue Fläche zwischen Imbsen und Dransfeld. www.dransfeld.de

Samtgemeinde Dransfeld. Der Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Dransfeld geht mit den Windvorrangflächen in die nächste Runde.

Nachdem die alte Version laut Landkreis Göttingen nicht genehmigungsfähig war, hat der Rat der Samtgemeinde eine neue Fassung verabschiedet, die ab Montag, 11. Januar, zur öffentlichen Diskussion gestellt wird.

Was ist an dem Entwurf geändert worden und warum? 

In der alten Fassung war die maximale Höhe von Windkraftanlagen, die zwischen Bördel und Jühnde gebaut weren können, auf 185 Meter festgelegt worden. Für diese Einschränkung aber gebe es keine stichhaltige Begründung, so der Landkreis, der den Plan genehmigen muss.

Nach der Ratssitzung vom 8. Dezember wurde diese Höhenbegrenzung gemäß Ratsbeschluss geändert in 215 Meter, erläuterte auf HNA-Nachfrage Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers. Diese Begrenzung soll für beide Flächen gelten.

Warum ist die eine Höhenbgrenzung statthaft, die andere nicht? 

Derzeit übliche Windkraftanlagen sind höher als 185 Meter - gerechnet immer einschließlich Rotor. So könnte der Passus als „Verhinderungsplanung“ ausgelegt werden, der Plan wäre rechtlich angreifbar. Mit 215 Metern liegt man beim derzeitigen Stand der Technik, schließt aber künftige, eventuell noch höhere Anlagen aus.

Wie hoch sind die Anlagen, die die Investoren bauen wollen?

Die Investoren, die NWind GmbH (Hannover), die auf der Fläche zwischen Bördel und Jühnde bauen will, und die Windkraft Solling-Vorland GmbH & Co. KG (Adelebsen), die bereits auf der Fläche bei Imbsen ansässig ist und dort erweitern möchte, hatten ihre Pläne in Dransfeld schon einmal vorgestellt. Dabei war von 206 Meter hohen Anlagen die Rede.

Wann und wo kann man den Planentwurf einsehen und Stellung dazu nehmen?

Der Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Dransfeld wird ab Montag, 11, Januar, für zwei Wochen öffentlich ausgelegt. Er werde dann auch ins Internet gestellt, so Samtgemeindebürgermeister Eilers. Im Rathaus in Dransfeld kann der Plan eingesehen werden zu den regulären Öffnungszeiten (montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr, montags außerdem von 14 bis 16 Uhr und donnerstags auch von 14 bis 17.30 Uhr) - Interessierte werden gebeten, sich im Bauamt zu melden.

Stellungnahmen sind nur zu dem Punkt, der geändert wurde möglich.

Wie geht es nach der 14-tägigen Auslegung weiter? 

Alle eingegangenen Stellungnahmen müssen abgewägt und gegebenenfalls in den Entwurf eingearbeitet werden. Der Rat beschließt die endgültige Fassung, die Verwaltung reicht den Entwurf erneut beim Landkreis zur Genehmigung ein. Der Landkreis hat maximal drei Monate Zeit, sich mit dem Plan zu befassen.

Gibt es noch eine Veranstaltung, in der interessierte und betroffene Bürger zu Wort kommen können? 

Zur Abwägung der Stellungnahmen tagt öffentlich der Bauausschuss. In dessen Sitzung können auch Einwohner ihre Fragen stellen. Danach muss der Rat der Samtgemeinde die endgültige Fassung beschließen, auch diese Sitzung ist öffentlich und hat eine Einwohnerfragestunde.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden HNA-Seiten:

- Seite 1
- Seite 2

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