Das Ziel steht: 30.000 Tonnen Korn über die Weser

Dransfeld/Beverungen. Die VR-Bank in Südniedersachsen mit Sitz in Dransfeld will jährlich 30.000 Tonnen Getreide in Beverungen (Landkreis Höxter) auf Schiffe verladen.

Das erklärte Martin Warburg, Leiter des Standortes Beverungen der VR-Bank. Nach seinen Worten hat die Genossenschaftsbank im vorigen Jahr 40 000 Euro an ihrem Lagerstandort investiert, um die Poller und die Kaimauer für Getreidetransporte tauglich zu machen.

Noch ist der Abtransport von Getreide und Raps aus dem Oberwesergebiet per Schiff eine Ausnahme, doch die Verantwortlichen der VR-Bank sind optimistisch: Rund die Hälfte der 60 000 Tonnen der jährlich umgeschlagenen Ware könnte über die Weser und angrenzende Wasserstraßen an die Verarbeitungsstätten und Exporthäfen gefahren werden. Dann könnten dem Wesertal jährlich rund 1200 Lkw-Transporte mit zusammen 30 000 Tonnen Raps oder Getreide erspart bleiben.

Moritz zu Dohna-Schlodien, Leiter der Agrarabteilung der VR-Bank: „Der Wassertransport hat für alle Seiten Vorteile: Die Straßen werden entlastet, die teils maroden Weserbrücken geschont und auch für uns bedeutet das eine Arbeitsersparnis, wenn wir ein ganzes Schiff statt 40 Lkw beladen und nur einen Lieferschein ausstellen müssen.“ Mehr Ware auf dem Wasser zu befördern funktioniere aber nur, betont Martin Warburg, wenn die Weser als Wasserweg verlässlicher wäre und dazu für die notwendigen Schiffstransporte entsprechende Wassermengen aus dem Edersee abgelassen würden. Weil das für den Schiffstransport erforderliche Wasser aus der Edertalsperre den vom Tourismus lebenden Ederseegemeinden fehlt und zudem der Hochwasserschutz gewährleistet sein muss, ist es für das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Hann. Münden nicht immer leicht, all diese Interessen unter einen Hut zu bekommen.

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