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Museumshof Scheden: Puppen gibt es in allen Größen

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Von: Bettina Wienecke

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Mit Schlafaugen: Die Kunststoffpuppe im blauen Trachtenlook verfügt über Augen, die sich schließen, wenn sie hingelegt wird. Eine der Schaufensterpuppen (rechtes Bild) in Marianne Beuermanns Heimatmuseum trägt ein Paisleymuster.
Mit Schlafaugen: Die Kunststoffpuppe im blauen Trachtenlook verfügt über Augen, die sich schließen, wenn sie hingelegt wird. Eine der Schaufensterpuppen (rechtes Bild) in Marianne Beuermanns Heimatmuseum trägt ein Paisleymuster. © Bettina Wienecke

Spielzeug und Kleidung erwarten die Besucher. Puppen in allen Größen und Formen gibts im Museumshof in Scheden.

Scheden – Im „Museumshof Scheden“ der Familie Beuermann, zu dem auch der Hofladen und Mariannes Heimatmuseum gehören, ist derzeit richtig was los. Dort wird nicht nur geheiratet und in der Scheune und hinter dem Haus gefeiert. Gruppen und Schulklassen kommen ebenfalls gern vorbei.

Scheden: Puppen locken Besucher in Museum

„Wir hatten Landfrauen da und erwarten demnächst wieder eine Gruppe. Es kam sogar Besuch aus Frankreich“, berichtet Marianne Beuermann, die von ihrer Familie stets liebevoll unterstützt wird. Zur Sammlung gehört Wäsche und Kleidung aus mehreren Jahrzehnten, die die Museumschefin gern auf Schaufensterpuppen präsentiert. Auch Spielsachen wie Puppen, Puppenstuben, Puppenwagen, Schaukelpferde und allerlei Plüschtiere gibt es zu sehen.

Das Wort Puppe stammt vom lateinischen „pupa“ und bedeutet kleines Mädchen. Kleine Nachbildungen von Menschen zählen zu den ältesten Spielzeugen und sind in allen Kulturen anzutreffen. Nachdem für frühe Exemplare Naturmaterial benutzt wurde, kam später Pappmachee, Zelluloid, Holz, Leder und Textil zum Einsatz.

Zu sehen sind auch Schaufensterpuppen

Der 1942 verstorbenen Franz Schmidt, Mitbegründer des Unternehmens Franz Schmidt & Co., das von 1889 bis 1972 bestand, setzte als erster Hersteller seinen Porzellankopfpuppen Glasaugen ein und montierte Schlafaugen. Puppen sind inzwischen auch Souvenirs und Sammelobjekte, sie bewohnen Puppenstuben, werden als Marionetten mithilfe eines Spielkreuzes mit Führungsfäden scheinbar zum Leben erweckt oder ähneln sogar Säuglingen.

Schaufensterpuppen, von denen es auch männliche Versionen gibt, dienen als Werbeträger für Kleidung, Schuhe und Accessoires. Auch sie unterliegen der Mode, was die Körperform, die Frisur und das Make-up angeht. Sie sind meist lebensgroß und aus Kunststoff oder Holz hergestellt und sollen die Mode in Schaufenstern derart ansprechend präsentieren, dass die Kundschaft ins Haus gelockt wird. Oftmals sind sie als bewegliche Gliederpuppen konzipiert. (Bettina Wienecke)

Infos und Kontakt

Das Heimatmuseum von Marianne Beuermann befindet sich im Museumshof Scheden in der Quantzstraße 41 in Oberscheden. Es kann nach Absprache zwischen April und Oktober besichtigt werden. Der Eintritt beträgt 2,50 Euro pro Person.

Kontakt: Marianne Beuermann, Tel. 0 55 46/688, Infos unter: museumshof-scheden.de

Im Museum im Welfenschloss in Hann. Münden läuft gerade eine Sonderausstellung zum Künstler Eberlein. Auch seltene Exponate sind zu sehen.

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