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Dransfeld: Seilrutschen-Projekt stockt am Hohen Hagen

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Von: Michael Caspar

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Luftbild des Gaussturms vor dem Steinbruch am Hohen Hagen.
Der Gaußturm am Hohen Hagen ist als Startpunkt zum Seilrutschenpark der Schattenspringer GmbH geplant. Das Projekt stockt aber nun. (Archivfoto) © Christian Mühlhausen

Die Kosten für die Seilrutschenanlage auf dem Hohen Hagen höher als gedacht. Das Projekt in Dransfeld stockt daher. Der Unternehmer sei aber weiterhin interessiert.

Dransfeld – Der Bau eines Seilrutschenparks auf dem Hohen Hagen droht ins Stocken zu geraten. „Ich treibe das Projekt nicht mehr mit voller Energie voran“, sagt Christoph Brand, Geschäftsführer der Bielefelder Firma Schattenspringer, auf Anfrage.

Dransfeld: Seilrutschen-Projekt am Hohen Hagen stockt

Mit einer Investition von „mindestens einer Million Euro“ rechnete Brand in seiner Kalkulation vor drei Jahren. Doch heute werde das Vorhaben aufgrund höherer Baukosten wahrscheinlich „um bis zu 40 Prozent“ teurer, erklärt er. Das zwingt den Unternehmer dazu, alles noch einmal genau zu prüfen. Irritiert zeigt sich Brand über den Widerstand, auf den seine Pläne bei Umweltverbänden, aber auch in der Bürgerschaft stoßen. „Der Standort ist ohnehin nicht einfach“, betont er. Das Oberzentrum Göttingen allein werde nicht für ausreichend Besuchende sorgen. Gäste müssten „aus dem gesamten Raum zwischen Kassel und Hannover“ kommen. Nun seien aber zwischenzeitlich im Harz „gleich mehrere Erlebnistürme“ entstanden. Wenn dann noch der Rückenwind aus dem nahen Umfeld fehle, werde es schwierig, so Brand.

Unternhemer„Ich bin immer noch interessiert“

„Ich bin immer noch interessiert“, versichert der Unternehmer, der Kletterparks in Hamburg, Hannover, Holzminden und am Steinhuder Meer betreibt. Er habe aber der Verwaltung mitgeteilt, dass diese sich auch einen anderen Investor suchen könne. „Wir planen auf jeden Fall weiter“, stellt Dransfelds Bauamtsleiter Dirk Aue klar. Es sei wichtig, dass Investoren gleich starten könnten. Die Aussicht auf ein langwieriges Planverfahren habe in den vergangenen Jahren „diverse Interessenten“ abgeschreckt. Erst mit der Firma Schattenspringer habe das Vorhaben „Fahrt aufgenommen“.

„Im Januar 2019 fasste der Verwaltungsausschuss den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan“, sagt Aue. Der Landkreis entließ die Fläche daraufhin im Juli 2020 rechtswirksam aus dem Landschaftsschutzgebiet. Damit war der Weg frei für die vorzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Erwartungsgemäß gab es zahlreiche Stellungnahmen, nicht zuletzt zu Naturschutzaspekten, führt der Bauamtsleiter aus. (Michael Caspar)

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